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Feuerwehr gut aufgestellt

„Knackpunkt ist die Tagesverfügbarkeit“

Ascheberg

Alle drei Löschzüge der Gemeinde Ascheberg sind insgesamt gut ausgerüstet. Neben einer höheren Tagesverfügbarkeit ist mit Blick auf Einsätzen auf der Autobahn und der Bahnstrecke zusätzliche Ausrüstung allerdings wünschenswert.

-acf-

Der Haupt-, Finanz- und Wirtschaftsförderungsausschuss hat Foto: ben

Einstimmig hat der Haupt-, Finanz- und Wirtschaftsförderungsausschuss die Fortschreibung des Brandschutzbedarfsplanes beschlossen. Dieser wird alle fünf Jahre überprüft und dient dazu, die Feuerwehr auch für die folgenden Jahre fit zu halten.

Diplom-Ingenieur Jochen Siepe von der Firma Saveplan stellte den Bedarfsplan dem Gremium vor. Dabei verwies er auf die Tatsache, dass die Feuerwehr in den vergangenen zehn Jahren zu durchschnittlich rund 115 Einsätzen jährlich alarmiert wurde. Die deutlich erkennbare Erhöhung des Einsatzaufkommens resultiere aus einer Zunahme Technischer Hilfeleistungen sowie aus Fehleinsätzen, erklärt Siepe.

Gute Quote bei den Eintreffzeiten

Besonders weil Ascheberg einen Autobahnabschnitt hat, müsse die Feuerwehr ganz besonders aufgestellten sein. Für diesen Einsatzschwerpunkt sei die Feuerwehr auch mit dem neuen Gerätewagen Logistik (GW-L2) des Löschzugs Davensberg gut gerüstet. „Insgesamt ist die Feuerwehr gut ausgestattet und auch ausgebildet, allerdings muss die Ausstattung weiterhin im Blick behalten werden“, so Siepe. Ein Schwachpunkt sei das Gerätehaus in Herbern, doch auch hier stehe die Erneuerung ja bald an.

In den Kern- und Randbereichen liege die Eintreffzeit der Feuerwehr bei zehn Minuten. Das sei eine gute Quote und zeige, dass alle drei Ortsteile über leistungsstarke Feuerwehren verfügen.

„Ein Knackpunkt, der noch verbesserungsbedürftig ist, ist die Tagesverfügbarkeit“, so die Feststellung. 34 Blauröcke seien tagsüber verfügbar, diese Zahl soll in den kommenden Jahren erhöht werden. Jedoch sei die Ausgangslage in den ländlichen Bereichen vielerorts ähnlich, da viele zu ihrem Arbeitsplatz pendeln und nicht für Einsätze vor Ort sein können.

Homeoffice in Gerätehäusern

Um die Situation zu verbessern, könne man bessere Ausgangsbedingungen für das Homeoffice schaffen. Daher könne man über die Option nachdenken, einen entsprechenden Raum im Feuerwehrgerätehaus anzubieten, wenn zuhause beispielsweise nicht genug Platz dafür gegeben sei. Übrigens: Die Gesamtstärke der Wehr hat sich durch eine gute Jugendarbeit gute Jugendarbeit erhöht.

Der Autobahnausbau auf sechs Spuren werde die Wehr vor weitere Herausforderungen stellen sowie auch die Bahnstrecke, gibt Andreas Denker, stellvertretender Leiter der Feuerwehr, zu bedenken. Um die Strecken der Bahn zu bedienen sei die Feuerwehr noch nicht optimal ausgestattet, denn dafür sei die Anschaffung einer Lore oder eines geländegängigen Fahrzeugs wichtig. „Wir kommen zwar gut zurecht und finden immer eine Lösung“, aber man könne noch optimieren, denn langfristig wolle man immer ein Fahrzeug in Reserve halten.

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