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Versammlung des Landwirtschaftlichen Ortsvereins Herbern

Konkurrenz um Flächen wächst

Herbern

„Es brennt auf den Höfen“ – so lautete der Titel eines Vortrages bei der Versammlung des Landwirtschaftlichen Ortsvereins Herbern. Denn die Landwirte plagen vielfältige Probleme, vom Flächenverbrauch bis zum Klimawandel.

Von Isabel Schütte

Rund 50 Mitglieder nahmen an der Versammlung des Landwirtschaftlichen Ortsvereins Herbern in der Gemeindehalle teil.

Sehr gut besucht war die Versammlung des Landwirtschaftlichen Ortsvereins Herbern in der neuen Gemeindehalle. Rund 50 Teilnehmer hatten sich eingefunden. Der Vorsitzende Gerhard Reimann konnte dort auch den Vorsitzenden des Landwirtschaftlichen Kreisverbandes, Michael Uckelmann, sowie Kreislandwirt Georg Silkenbömer begrüßen.

Bürgermeister Thomas Stohldreier hatte die Idee, die Versammlung in der neuen Gemeindehalle durchzuführen. „Damit waren wir natürlich sofort einverstanden und konnten schnell umplanen. Die Abstandsregelungen waren hier auf jeden Fall gegeben“, betonte Reimann. Der Bürgermeister informierte an dem Abend über den Neubau im Gewerbegebiet in Herbern und die Abwasserleitung zwischen den Ortschaften, denn die Druckrohrleitung führt über landwirtschaftliche Flächen.

Vorstandswahlen fielen einstimmig aus

Bei den Vorstandswahlen fielen die Abstimmungen einstimmig aus. Zu Vertrauensleuten des Ortsvereins wurden Michael Schütte-Nütgen, Hendrik Eggenstein und Christina Hügemann gewählt. Delegierter für den Kreisverbandausschuss wurde Christopher Spahn.

Der Vorsitzende des Landwirtschaftlichen Kreisverbandes, Michael Uckelmann, ging in seinem Vortrag „Es brennt auf den Höfen“ auf die Themen Klimawandel, Afrikanische Schweinepest und faire Rahmenbedingungen ein – um nur einige Stichworte zu nennen, die zurzeit bewegen. Landwirte seien darauf angewiesen, ihre Akzeptanz zu behalten. Zugleich müssten aber Lösungen gefunden werden, um ökonomischen und auch ökologischen Zielen gerecht zu werden.

Flächenverbrauch auf recht hohem Niveau

Das Thema Flächenverbrauch wurde ebenfalls diskutiert. Dieser sei weiterhin bundesweit und in Nordrhein-Westfalen auf einem recht hohen Niveau, hieß es. Bislang konnte die Landwirtschaft den Verlust durch höhere Erträge ausgleichen. Doch das gehe nicht immer so weiter. Beispielsweise sei die Agrarfläche nicht nur durch Siedlungs- und Straßenbau geschrumpft, sondern auch durch ökologische Ausgleichsflächen,die als Ersatz für bebautes und versiegeltes Land dienen sollen.

Zum Abschluss der Versammlung informierte Kreislandwirt Georg Silkenbömer über das neue EU-Agrarrecht.

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