1. www.wn.de
  2. >
  3. Muensterland
  4. >
  5. Ascheberg
  6. >
  7. Kulturelles Erbe entdecken

  8. >

Führungen am Tag des offenen Denkmals

Kulturelles Erbe entdecken

Herbern

Bundesweit fand der Tag des offenen Denkmals zum ersten Mal 1993 statt. Seitdem wiederholt sich die Aktion am zweiten Sonntag im September. Koordiniert von der Deutschen Stiftung Denkmalschutz, ist es eine der größten Kulturveranstaltungen.

Foto: Budde/Heimatverein

Bundesweit fand der Tag des offenen Denkmals zum ersten Mal 1993 statt. Seitdem wiederholt sich die Aktion am zweiten Sonntag im September. Koordiniert von der Deutschen Stiftung Denkmalschutz, ist es eine der größten Kulturveranstaltungen. Der Tag des offenen Denkmals soll auf lockere und spannende Weise ein Bewusstsein für das kulturelle Erbe in weite Kreise der Bevölkerung tragen. Besonders interessant sind daher die vielfältigen Angebote und Veranstaltungen vor Ort. Auch der Heimatverein Herbern stellt sich seit vielen Jahren engagiert der Herausforderung, in Herbern themenbezogene Veranstaltungen zu auf die Beine zu stellen, heißt es in einer Mitteilung. Das Motto zum Tag des offenen Denkmals 2021 am 12. September lautet: „Sein & Schein – in Geschichte, Architektur und Denkmalpflege“.

Aktionen in Ascheberg und Davensberg

„Der Schein trügt“, „mehr Schein als Sein“ oder „die Welt urteilt nach dem Scheine“ – viele Sprichwörter greifen das Verhältnis von Täuschung und Realität auf. Von vielen Schlössern, Palästen und Kunstwerken weiß man um die „Tricks“ von Architekten, Malern und Bildhauern, das Auge des Betrachters zu täuschen. Auch in Herbern gibt es Gebäude, bei denen der „Schein“ trügt. Diese aufzuspüren, lädt der Heimatverein Herbern mit einer speziellen Dorfführung am 12. September (Sonntag) unter der Leitung von Josef Kemming ein. Treffpunkt ist um 14 Uhr am Museum Heimathaus, Altenhammstraße 20. Die Teilnahme ist kostenlos und erfolgt unter Berücksichtigung der geltenden Coronaauflagen.

Aber nicht nur in der Architektur ging es um „So tun als ob“ wie das Beispiel der „Sammeltasse“ zeigt – auch über dieses Phänomen wird Josef Kemming informierten. Denn Porzellan war einst ein Statussymbol. Im frühen 19. Jahrhundert wurde es preiswerter. Und es entwickelte sich in bürgerlichen Kreisen der Brauch, Tassen zu sammeln oder zu besonderen Anlässen zu verschenken. Was in Adelshäusern als komplettes Geschirr auf die große Tafel kam, gaukelte als einzelnes Gedeck der einfachen Bürgersfrau das Gefühl vor, ebenfalls an eine fürstliche Tafel zu sitzen, so der Heimatverein.

Startseite