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Aktion auf den drei Friedhöfen

Lichter gegen das Vergessen

Ascheberg

Die Friedhofsgärtner haben den Aufruf von Bundespräsident Walter Steinmeier aufgegriffen und der Pandemie-Opfer gedacht. Bernd Heitmann machte auf den drei Friedhöfen der Gemeinde mit.

Theo Heitbaum

Bernd Heitmann entzündete auf den drei Friedhöfen der Gemeinde Ascheberg lilafarbene Lichter. Foto: privat

Was haben lilafarbene Gedenkkerzen auf den Friedhöfen in Ascheberg, Davensberg und Herbern mit Bundespräsident Walter Steinmeier zu tun? Bernd Heitmann entzündete sie, um dem Aufruf aus Berlin zu folgen. Steinmeier hatte für den 18. April einem Gedenktag für die Verstorbenen der Corona-Pandemie aufgerufen. Dem folgte Heitmann über eine Initiative des Fachverbandes der Friedhofsgärtner im Landschaftsverband Gartenbau NRW. Er hatte dazu die Aktion „Licht gegen das Vergessen“ initiiert.

Die beiden großen flächendeckend arbeitenden Treuhandstellen für Dauergrabpflege der Friedhofsgärtner im Rheinland und Westfalen-Lippe unterstützten diese Aktion aktiv und hatten den Betrieben lilafarbene Kerzen zur Verfügung gestellt. Es handelt sich um sogenannte Vier-Tagesbrenner, die an exponierten Stellen auf den Friedhöfen aufgestellt wurden. Es ist auch eine Reaktion darauf, Trauer in Corona-Zeiten oft sehr einsam ist. Mit dem vom Bundespräsidenten initiierten Gedenktag wurde die Trauer aus dem Privaten geholt und ein Zeichen in der Gemeinschaft gesetzt, als Anerkennung der Last, welche Hinterbliebene zurzeit erleiden müssen.

Der Verband setzt sich zudem bei den Friedhofsträgern aber auch Kirchen dafür ein, nach einem Abflauen der Pandemie, nochmals die Möglichkeit von Trauerfeiern in Kirchen und Kapellen den Angehörigen kostenfrei zu ermöglichen.

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