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Vollsperrung auf A1

Lkw katapultiert Pkw auf Leitplanke

Ascheberg

Stundenlang war die Autobahn 1 zwischen Ascheberg und Hamm-Bockum/Werne am Montag komplett gesperrt. Grund dafür: Ein schwerer Unfall am späten Vormittag, bei dem die Zugmaschine eines Lkw eine Schutzplanke durchbrach.

Von Beate Niessen

Durch die Kollision löste sich die Zugmaschine vom Auflieger und flog durch die Schutzplanke. Foto: Feuerwehr Ascheberg

Nichts ging mehr – aufgrund eines schweren Unfalls auf der Autobahn A 1 zwischen Ascheberg und Hamm-Bockum/Werne wurden die Fahrbahnen in beiden Richtungen bis in den Abend gesperrt. Gegen 21:30 Uhr wurde die Autobahn in Fahrtrichtung Dortmund wieder freigegeben – mehr als zehn Stunden nach dem Unfall.

Laut Polizei hatte gegen 11 Uhr die Zugmaschine eines Lkw eine Schutzplanke durchbrochen und dabei einen in gleicher Richtung fahrendes Auto durch die Mittelschutzplanke geschoben.

Der Lkw war auf dem rechten Fahrstreifen in Richtung Dortmund unterwegs, als er aus bislang unklarer Ursache nach rechts von der Fahrbahn abkam. Anschließend geriet der Lkw ins Schlingern und schleuderte auf den linken Fahrstreifen. Dort prallte die Zugmaschine mit dem Pkw zusammen und drückte ihn durch die Mittelschutzplanke.

Bei dem Unfall wurden der Lkw-Fahrer und eine Pkw-Fahrerin lebensgefährlich verletzt. Foto: Feuerwehr Ascheberg

Durch die Kollision löste sich die Zugmaschine vom Auflieger und flog durch die Schutzplanke auf die Fahrbahn in Richtung Bremen. „Der Lkw-Fahrer wurde bei dem Unfall aus dem Führerhaus geschleudert und lebensgefährlich verletzt“, erklärte Wehrführer Rainer Koch gegenüber den WN. Auch die am Unfall beteiligte Pkw-Fahrerin erlitt nach Angaben der Polizei lebensgefährliche Verletzungen.

Die Löschzüge der Feuerwehr Ascheberg, Herbern und Davensberg waren mit 37 Einsatzkräften vor Ort. Für die Bergung und Unfallaufnahme wurde die Autobahn 1 in beide Richtungen voll gesperrt, wodurch es zu erheblichen Verkehrsbehinderungen kam.

Aufgrund der Kollision wurden die Tanks des Lkw beschädigt, sodass Diesel aus den Tanks auf die Fahrbahn gelaufen ist. Diese wurde über Stunden gereinigt und der Grünstreifen unter der Leitplanke ausgekoffert. In Richtung Dortmund staute sich der Verkehr in der Hauptverkehrszeit auf einer Länge von elf Kilometern, in Richtung Bremen auf einer Länge von neun Kilometern.

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