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Grundschulen prüfen Geräte

Lüfter werden zur Probe aufgestellt

Ascheberg

Die Diskussion um Luftfilter für Ascheberger Schulen endete mit dem Eingangsvorschlag der CDU-Fraktion: Die Grundschulen erhalten in Ascheberg, Davensberg und Herbern jeweils für einen Klassenraum Mietgeräte.

-hbm-

CO2-Messgeräte stehen schon in allen Klassen. Ein solcher Apparat kam auch bei der Sitzung des Bildungs- und Kulturausschusses zum Einsatz. Im Hintergrund sitzen Ausschussvorsitzender Christian Ley und Fachbereichsleiter Bastian Meyer. Foto: Theo Heitbaum

Die Diskussion um Luftfilter für Ascheberger Schulen endete mit dem Eingangsvorschlag der CDU-Fraktion: Die Grundschulen erhalten in Ascheberg, Davensberg und Herbern jeweils für einen Klassenraum Mietgeräte. Die Probephase soll mit unterschiedlichen Geräten angegangen werden.

Fachbereichsleiter Bastian Meyer vertrat für die Verwaltung ein Nein zu Luftfiltern in den Schulen. Im Wissen darum, was Schülern und Eltern mit Hygieneregeln, Testen und Homeschooling zugemutet werde, sei man trotzdem zu dem Ergebnis gekommen, dass nach allen wissenschaftlichen Erkenntnisse das konsequente Umsetzen der AHA+L-Regeln (Abstand halten + Lüften) wichtig sei. Bisher habe es keine großflächigen Ausbrüche in den Schulen gegeben.

Alle Räume in den gemeindlichen Schulen seien gut zu belüften. Damit gebe es für Lüfter keine Fördermittel. Entscheidend sei das Stoßbelüften mit Frischluft. Wo das möglich sei, würden bei Quarantäne-Notwendigkeiten nicht mehr ganze Klassen nach Hause geschickt. Lüfter hätten diesen Effekt nicht: „Sie sind nur eine Umlufthaube.“ Man fühle sich vielleicht sicherer und verzichte aufs Lüften. Bei den Geräten sehe die Verwaltung Probleme mit der Größe und dem Lärm. Es surre und brumme dauerhaft. Meyer verwies darauf, dass man 2020 CO2-Messgeräte für alle Klassenräume und Frischluftampeln in den Klassen eins bis sechs angeschafft habe.

Das konsequente Nein der Verwaltung überzeugte nur Peter Leyers (FDP), der sich allein gegen einen Versuch aussprach. Katharina Lindpere und Karin Freisfeld (beide CDU) machten sich als Mütter vehement für den Zusatzschutz stark.

Dass es sich um ein heikles Thema handele, bekannte Marienschulleiterin Sabine Küter: „Ich bin hin und hergerissen. Wir haben vergangenen Winter viel und intensiv gelüftet. Die Kinder haben mit Jacken und Decken da gesessen. Wir haben CO2-Geräte, die Kinder werden getestet, wir sind jetzt weiter. Ich weiß nicht, was das Beste ist.“ Lambertusschulleiterin Charlotte Bücker verwies auf Ärzte: „Sie haben gesagt, dass die Kombination das Beste ist. Wir sollten es probieren.“ Für die SPD überlegte Petra Haverkamp, weil man auch mit Geräten nicht am Stoßlüften vorbeikomme, ob man sich in der Ratssitzung die Geräte in Sachen Größe und Lärm selbst in den Raum stelle. Lieber dort prüfen, wo der Einsatz stattfinde, hielt Maximilian Sandhowe (CDU) dagegen.

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