Spielmannzug der Kolpingsfamilie ehrt Detlef Eckey

Major lässt Tränen kullern

Herbern

Ein eindrucksvolles und unvergessliches Fest mit musikalisch hervorragenden Darbietungen verschiedener Musikzüge und einem Tambourmajor, der zu Tränen gerührt war, gab es zum runden Geburtstag des Spielmannszuges der Kolpingsfamilie Herbern.

Isabel Schütte

Detlef Eckey wurde während der Feiern zum 70-Jährigen des Spielmannszuges der Kolpingsfamilie Herbern zum Ehren-Tambourmajor ernannt. Die Turmbläser aus Davensberg waren am Sonntag genauso nach Herbern gekommen, wie . . . . . . der Spielmannszug der Kolpingsfamilie Ascheberg bei den Treffen vertreten war. Foto: Isabel Schütte

Ein eindrucksvolles und unvergessliches Fest mit musikalisch hervorragenden Darbietungen verschiedener Musikzüge und einem Tambourmajor, der zu Tränen gerührt war, gab es zum runden Geburtstag des Spielmannszuges der Kolpingsfamilie Herbern. Sein 70-jähriges Bestehen bildete am Sonntag den Abschluss der Herberner Jubiläumswoche.

Auf dem Schulhof der Mariengrundschule ernannte der Vorsitzende des Spielmannszuges, Hendrik Wenner. Leiter Detlef Eckey zum Ehren-Tambourmajor. Seit über dreißig Jahren steht er den Spielleuten in Herbern vor, bei der nächsten Wahl wird er den Stab weiterreichen. „Wir haben uns gedacht, das Jubiläum ist der geeignete Rahmen für diese Auszeichnung“, sagte Wenner. Detlef Eckey war überrascht und gerührt und konnte seine Tränen nicht verbergen. „Damit habe ich überhaupt nicht gerechnet, die Überraschung ist geglückt. Man soll ja gehen, wenn es am schönsten ist.“ Das Publikum spendete langanhaltenden Applaus, was den 56-jährigen noch mehr rührte. Eckey versprach weiterhin aktives Mitglied zu bleiben, denn die Kameradschaft untereinander sei einzigartig und das wolle er auf keinen Fall missen. „Ich habe mit dem Spielmannszug alles erreicht, jetzt können mal Jüngere die Aufgaben übernehmen“, sagte Eckey.

Zuvor waren die neun eingeladenen Musikzüge und der Kolpingspielmannszug im Sternmarsch durch das Dorf gezogen, um dann gemeinsam den Marsch „Preußens Gloria“ zu spielen. Die Kanoniere des Bürgerschützenvereins ließen drei Salutschüsse ertönen. Grußworte gab es vom stellvertretenden Bürgermeister Bernhard Pettendrup. „Unzählige Veranstaltungen unterstützt und begleitet der Spielmannszug. Er ist ein fester und unverzichtbarer Bestandteil im Vereinsleben“, betonte Pettendrup. Es folgte ein kleiner Umzug über den Bakenfelder Weg bis hin zum Festzelt des SV Herbern am Siepen. Dort fanden dann die Bühnenspiele der einzelnen Gastvereine. Musiker und Publikum feierten ihren Spielmannszug und der SV Herbern übernahm die Bewirtung. Die Organisatoren lobten die gute Zusammenarbeit mit dem Sportverein, der zuvor von Donnerstag bis Samstag sein 100-jähriges Bestehen gefeiert hatte. „Es war ein tolles Fest. Hier musizieren Generationen, das macht es auch so besonders und familiär“, sagte Heike Schwartländer.

Anstatt kleiner Präsente für die Gastvereine gab es eine Spende des Jubilars vom Vorsitzenden in Höhe von 500 Euro für die Aktion „Wünschewagen“ des Arbeiter Samaritaner Bundes an Projektleiterin Birgit Bäumer-Borgmann.

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