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Neues Gesetz wirkt sich auf die Musikschule Ascheberg aus

Mehr Lehrkräfte in Festanstellung bringen

Ascheberg

Die Auswirkungen der neuen Gesetzeslage für die Arbeit der Musikschule Ascheberg stellte deren Leiterin Mirjam Brüllmann im Kultur- und Bildungsausschuss vor. Es seien zu wenig Lehrkräfte sozialversicherungspflichtig und tariflich gebunden, berichtete sie.

-acf-

Miriam Brüllmann informierte im Ausschuss Foto: Musikschule

Seit Anfang des Jahres ist das neue Kulturgesetzbuch NRW in Kraft. Durch das Gesetz wird auch die Förderung der öffentlichen Musikschulen neu geregelt und an bestimmte Kriterien gebunden. Dies bezieht sich insbesondere auf die Qualifizierung und sozialversicherungspflichtige Beschäftigung der Lehrkräfte an Musikschulen.

Die Auswirkungen der neuen Gesetzeslage für die Arbeit der Musikschule Ascheberg hat deren Leiterin Mirjam Brüllmann im Kultur- und Bildungsausschuss vorgestellt. „Das Gesetzt ist eine Maßnahme gegen die prekären Arbeitsbedingungen“, sagt Brüllmann und begrüßt die neue Gesetzeslage. Qualifizierte Lehrkräfte sollen versicherungspflichtig und tarifgebunden beschäftigt werden. Insgesamt soll sich die Lehrkörper-Struktur bis 2027 so entwickeln, dass zunächst die Lehrkräfte in Kooperationen und Projekten eine Festanstellung angeboten bekommen.

Unterstützung für Kitas und OGS

In dem Zeitraum von 2023 bis 2027 sollen weitere Kräfte mit wesentlichen Stundenanteilen eine Festanstellung erhalten sowie eine Anhebung der Honorare für die weiteren Kräfte erfolgen. Hier ist ein anteiliger Satz von 20 Prozent angedacht. Das sei immer noch nicht sehr attraktiv, da viele Lehrkräfte auch zu der Musikschule mit dem Auto fahren müssen, so Brüllmann. Derzeit sei rund ein Drittel der Unterrichtseinheiten in Festanstellung. Als sie die Leitung der Musikschule übernommen habe, sei kein einziges Deputat in Festanstellung gewesen, erklärt Brüllmann den Fortschritt. Insbesondere in der Bildungslandschaft sei die Musikschule gut vernetzt, fehlendes Personal in Kitas oder der OGS kann durch die Mitarbeiter der Musikschule unterstützt werden. Dies komme dann allen zugute, sei aber nur mit Festanstellung möglich. Schließlich könne sie von keiner Honorarkraft verlangen, dass sie bei den Kooperationen mit den Schulen als Vertretung einspringe. Darüber hinaus sei es auch wichtig, dass die Musikschule Ascheberg für Lehrkräfte attraktiv bleibe und das Personal nicht zu anderen Musikschulen abwandere, die natürlich auch Festanstellungen tätigen. Die Anhebung der Zuschüsse seitens der Gemeinde sei somit weiter notwendig. Die Entgelte für Schüler wurden zu November um zehn Prozent erhöht, damit sei die Musikschule Ascheberg immer noch billiger als andere im Umfeld, so Brüllmann.

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