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Veränderte Strukturen für Unterricht und Organisation

Musikschule findet neuen Takt

Ascheberg

Rückläufige Schülerzahlen und eine gehobene Altersstruktur bei den Lehrkräften. Dieser Entwicklung möchte die neue Musikschulleiterin Mirjam Brüllmann mit neuen Ideen entgegenwirken. Aber auch die Unterstützung der Gemeinde Ascheberg ist gefragt.

Von Theo Heitbaum

Die Dance Academy unter dem Dach der Musikschule Ascheberg ist von der Corona-Pandemie besonders getroffen worden. Foto: iss

Die Rückkehr der Konzerte in den Terminkalender und der Musiker zum Unterricht sowie in die Ensembles der Musikschule, dazu eine veränderte Struktur fürs Alltagsgeschehen – das sind Schwerpunkte der Arbeit, die von der neuen Musikschulleiterin Mirjam Brüllmann im Fachausschuss vorgestellt wurden.

Die Schülerzahlen an der Musikschule Ascheberg sind rückläufig: „Bei der musikalischen Früherziehung und auch beim Tanzen ist es eingebrochen“, informierte Brüllmann. Die Zahlen, die sie dem Ausschuss präsentierte weisen auch einen deutlichen Rückgang des Einzelunterrichts vor der Corona-Pandemie aus. Zu den „Verlierern“ gehören etwa Klavier, Gitarre, Blockflöte und Geige.

Neue Kräfte gewinnen

Der Blick auf die Altersstruktur der Lehrkräfte zeigt, dass einige Akteure bald in Rente gehen. Die Musikschule Ascheberg muss neue Kräfte gewinnen. Dabei wird sie als Musikschule mit Qualitätssiegel eine Musikschuloffensive des Landes NRW nutzen. Im Ergebnis soll das zu mehr festangestellten Kräften in den Musikschulen führen. Brüllmann erläuterte: „Uns werden aus dem Programm zwölf Wochenstunden zugeschrieben. Voraussetzung ist, dass die Kommune ihren Zuschuss nicht kürzen darf.“

Insbesondere bei der musikalischen Früherziehung und beim Tanz sind die Schülerzahlen der Musikschule Ascheberg rückläufig. Foto: Grafik: Jürgen Christ

Auf dem Weg sollen sich Strukturen ändern. Bisher sind die Musikschulleiterin und eine 60-Prozent-Bürokraft fest angestellt, alle Lehrer arbeiten auf Honorarbasis. In einem ersten Schritt soll eine 40-Prozent-Stelle für den Bereich Technik/Media geschaffen werden. Zudem möchte Brüllmann Koordinatoren gewinnen, die für Bereiche zuständig sind und dafür auch Konzerte organisieren. So soll das Kulturangebot in Ascheberg breiter werden. Bonbon für die Koordinatoren ist eine Festanstellung zu 25 Prozent. Geplant ist, dass sich vier Koordinatoren eine Vollzeitstelle teilen. Der Zuschussbedarf der Gemeinde für die Musikschule würde beim Umsetzen von aktuell 103 000 Euro auf 115 000 Euro im Jahr 2023 steigen.

Kurse für förderbedürftige Kinder und Flüchtling

Die Musikschularbeit fußt auf drei Säulen. Die Dance Academy hofft, dass sie bald mit ihrem üblichen Angebot wieder durchstarten kann, um die Corona bedingten Rückgänge auszugleichen. Bei den Ensemblefächern beabsichtigt die studierte Violinistin ein Streichorchester neu aufzubauen.

Darüber hinaus ist die neue Leiterin gerade dabei, Kurse für Flüchtlinge oder förderbedürftige Kinder aufzubauen. Die Finanzierung bei Flüchtlingen sei unter Dach und Fach. Motto der Aktion: Deutsch lernen beim Singen. Nutzen will die Schule auch das Wissen einer Kollegin, die eine Ausbildung für Therapie mit Kindern hat. Dazu denkt Brüllmann über Angebote für Senioren nach.

„Es ist beeindruckend, was sie in der kurzen Zeit angestoßen haben. Flüchtlinge und Therapiekinder einzubeziehen finde ich gut“, sprach Maria Schulte-Loh (CDU) für den Fachausschuss. Bei den Finanzen verwies sie auf die Haushaltsberatungen.

Konzerttermine

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