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Linda Huesmann ist Nachfolgerin von Ulrike Büker

Neue Leiterin startet in schwerer Kindergarten-Zeit

Ascheberg/Herbern

Es gibt einfachere Zeiten als diese: Linda Huesmann hat mitten in der Corona-Pandemie die Regie im Kindergarten St. Benedikt übernommen.

Theo Heitbaum

Linda Huesmann hat im Kindergarten St. Benedikt die Nachfolge von Leiterin Ulrike Büker angetreten. Foto: Theo Heitbaum

Es gibt sicher einfachere Zeiten, um die Regie in einem Kindergarten zu übernehmen, als mitten in der Pandemie in zudem große Fußstapfen zu treten. Linda Huesmann nimmt es, wie es ist und zitiert die aufmunternden Worte einer Mutter: „Sie sagte zu mir, ‚Wenn Sie das geschafft haben, dann ist alles andere auch möglich‘.“ Die Erzieherin, die seit einiger Zeit in Ascheberg wohnt, hat im Sommer die Nachfolge von Ulrike Büker im Kindergarten St. Benedikt Herbern angetreten.

Die neue Chefin der Einrichtung am Schulweg ist doppelt dankbar: Vorgängerin und Träger haben ihr den Einstieg durch eine gemeinsame Zeit in der Kita erleichtert. Ganz unbekannt ist die gebürtige Hammerin ohnehin nicht. Die vergangenen zehn Jahre hat die alleinerziehende Mutter bis auf eine kurze Phase, die sie in der Geburtsstadt aktiv war, im Kindergarten St. Katharina in Ascheberg verbracht. Dort hat sie fast die gesamte Zeit mit Verbundleiterin Sandra Schulz zusammengearbeitet: „Wir kennen uns gut, das macht es in der neuen Funktion leichter.“

In ihrer Schulzeit hat Huesmann ein Bildungsangebot gewählt, bei dem Vollabi und Erziehung unter einen Hut zu bringen waren. „Ich wollte studieren, bin dann aber bei der Erziehung hängengeblieben“, berichtet sie über den Start in Hamm. 2010 ging es dann nach Ascheberg. Als Gruppenleiterin absolvierte sie Ausbildung und Prüfung zur Fachwirtin. Und den nächsten beruflichen Schritt ist sie nun von Ascheberg nach Herbern gegangen.

„Ich bin von dem Team hier freundlich und offen empfangen worden“, berichtet sie über den Start. Der ist natürlich Corona-bedingt alles andere als normal ausgefallen. Insbesondere die Arbeit mit den Eltern ist schwer: „Bisher habe ich sie selten gesehen, weil sie nicht in die Einrichtung dürfen. Wir müssen sehen, dass wir bald ein Treffen mit dem Elternrat hinbekommen.“ Dass sich aus den fehlenden Kontakten, dem Verzicht auf sonst übliche Gespräche Probleme ergeben, glaubt Huesmann nicht, denn die Ohren des Kindergartens sind offen und „sprechenden Menschen kann geholfen werden.“

Das 17-köpfige Team ist noch mit Ulrike Büker am Steuer in die unruhiger werdende Corona-See gefahren. „Ich fahre jetzt einfach mit“, beschreibt die neue Leiterin den aktuellen Stand. Sich in einem funktionierendem Umfeld umzusehen, Räume, Mitarbeiter, Kinder und Eltern kennenzulernen ist in der Startphase wichtiger als eigene Ideen einzubringen und umzusetzen. So weit liegen die Kitas St. Katharina und St. Benedikt inhaltlich auch nicht auseinander.

Mit dem Wechsel ist quasi ein Ringtausch komplett. Als Sandra Schulz zur Verbundleiterin wurde, kam die Nachfolgerin an der Spitze des Kindergartens St. Katharina mit Carina Lemke aus dem Benedikt-Kindergarten Herbern. Jetzt ist Huesmann in die andere Richtung gegangen.

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