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Telekom bietet Leistung immer wieder an

Neuer Vertrag stoppt Werber erst mit Verzug

Ascheberg

Die Telekom hat in einigen Teilen Aschebergs mehr zu bieten als DSL-Anschlüsse mit 16 Megabit. Das lässt sie die Menschen in der Gemeinde auch wissen. Selbst dann, wenn sie schon gebucht haben und schneller surfen.

Theo Heitbaum

Glasfaser-Anschluss Foto: Deutsche Telekom

Die Telekom hat in einigen Teilen Aschebergs mehr zu bieten als DSL-Anschlüsse mit 16 Megabit. Das lässt sie die Menschen in der Gemeinde auch wissen. Mal per Mail, dann durch Briefe mit hübschen Flyern. Das Versprechen 250Mbit im Download und 40 Mbit im Upload zu bieten, überzeugte einen Ascheberger zusammen mit der Option künftig auch ins deutsche Mobilnetz mit einer Flatrate unterwegs zu sein. Das ganze Paket wurde für zwei Jahre zum Kurs des aktuellen Tarifs gebucht. Und dann dachte der Ascheberger er hätte Ruhe vor dem Marketingbemühungen des Telekommunikationsriesen.

Mitnichten. Nach dem Online-Antrag standen zuerst zwei Männer mit Telekom-Abzeichen an der Tür und versuchten jenen Anschluss an den Mann zu bringen, den der einige Tage vorher bereits gebucht hatte. Keine Haustürgeschäfte machen zu können, kam bei den Verkäufern nicht so gut an.

Das Umstellen des Anschlusses klappte reibungslos. Fünf Minuten war die Internetverbindung weg, dann stand die schnellere Leitung. Eine knappe Woche später brachte der Postbote einen Brief der Telekom. Drinnen: Ein dickes Dankeschön! Allerdings keins, mit dem der Ascheberger etwas anfangen konnte. Angeboten wurde ihm genau das Upgrade, das er gerade für seinen Anschluss gebucht und erhalten hatte.

Für einen Telekom-Sprecher ist das ganz normal und nicht zu verhindern. Die Haustüranbieter seien Ranger mit dem Telekom-Lizenz, die aber nicht vom Magenta-Riesen koordiniert würden. „Wo sie unsere Produkte anbieten entzieht sich unseres Einflusses“, erklärt der Sprecher auf WN-Anfrage.

Dass Marketing-Post durch einen Tarifwechsel im Einzelfall überholt sei, könne nicht verhindert werden. Eine Sendung mit 100 000 Briefen werde sechs bis acht Wochen, bevor die Post bei den Kunden ankomme, vorbereitet, wenn Listen für relevante Haushalte erstellt würden. „Es lässt sich nicht vermeiden, dass der Inhalt veraltet sein kann, wenn er beim Kunden ankommt“, erklärt der Sprecher. Ein Umstellen des Systems, bei dem weniger Zeit zwischen Adressenauswahl und Briefankunft verstreiche, könne er sich angesichts der Datenmenge nicht vorstellen.

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