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Marlies Weber und Martha Fallenberg hören auf

Neues Duo leitet den Hausbesuchsdienst

Ascheberg

Neue Gesichter beim Hausbesuchsdienst der St. Lambertus-Gemeinde: Gudrun Welzel und Roswitha Schneider-Röhr haben Martha Fallenberg und Marlies Weber abgelöst.

Theo Heitbaum

Pfarrer Stefan Schürmeyer dankte Marlies Weber und ist froh, dass sich mit Gudrun Welzel und Roswitha Schneider-Röhr (v.l.) zwei Nachfolgerinnen gefunden haben. Foto: Theo Heitbaum

Neue Gesichter beim Hausbesuchsdienst der St. Lambertus-Gemeinde: Gudrun Welzel und Roswitha Schneider-Röhr haben Martha Fallenberg und Marlies Weber abgelöst. Für den kirchlichen Besuchsdienst ist so ein Wechsel ein durchaus seltenes Ereignis, denn er fand erst zum zweiten Mal statt.

„Der Pfarrgemeinderat in Ascheberg hatte 1978 die Idee dazu, 1979 wurde der Hausbesuchsdienst gegründet. Hildegard Uckelmann und Elsbeth Mersmann haben ihn aufgebaut“, berichtete Gudrun Welzel beim Stabwechsel. 2005 übernahmen dann Weber und Fallenberg. „Es gab viele schöne Momente, viele Menschen waren glücklich über unsere Besuche“, berichtete Weber, der Pfarrer Stefan Schürmeyer mit einem Blumenstrauß dankte. Auf die verhinderte Martha Fallenberg wartet ebenfalls ein Strauß. Aus eigenem Erleben weiß der Geistliche, dass „die Zeit, die Sie den Menschen schenken, unbezahlbar ist.“ Wobei es nicht immer nur Bekannte sind, bei denen zum Jubeltag geklingelt wird. Die Besucherinnen müssen sich auch auf fremde Gesichter einstellen. Immerhin werden die Geburtstagsbesuche nicht allein, sondern mit einem Mitglied des Seelsorgeteams geleistet.

Besucht wurden Senioren zum 80., 85., 90. und jeden weiteren Geburtstag mit einer langstieligen Rose und zusätzlich zu Weihnachten mit einem besonderen Geschenk. Marlies Weber ist besonders „eine Tasse mit selbst gebackenen Plätzchen als Höhepunkt“ im Gedächtnis geblieben.

Das Leitungsduo organisiert die Besuche und ein adventliches Treffen der Besucher, das dieses Jahr ausfallen musste. Für das Duo Weber/Fallenberg und ihr 43-köpfiges Team hatte Welzel 1388 Geburtstags- und 3303 Weihnachtsbesuche in 15 Jahren errechnet. Möglich war das, so Weber, weil „Martha Fallenberg und ich wunderbar harmoniert haben. Sonst wäre das nicht möglich gewesen.“

Die Besuchszahlen sind über die Jahre stark gestiegen. 2006 waren es 167 Besuche an Weihnachten, die zu leisten waren. 2019 stehen hier 304 Besuche zu Buche. Deswegen wurde der Leitungswechsel auch genutzt, den Glückwunsch für die 80-Jährigen auf einen Postkarten-Gruß umzustellen. So waren in diesem Jahr nur 135 Weihnachtsgrüße abzugeben. Das entlastet. Denn die Corona-Pandemie sorgt dafür, dass sich einige Helferinnen aus dem Team zurückziehen. Es muss Nachwuchs organisiert werden. „Das sah manchmal schwierig aus, aber es haben sich immer neue Leute gefunden“, machte Weber den Nachfolgerinnen Mut. Wer den Besuchsdienst verstärken will, darf sich im Pfarrbüro oder bei den beiden neuen Leiterinnen melden.

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