1. www.wn.de
  2. >
  3. Muensterland
  4. >
  5. Ascheberg
  6. >
  7. Neues Kapitel fürs Lehrbuch über das Verschlimmbessern

  8. >

Glossiert: Der vergessene Bordstein

Neues Kapitel fürs Lehrbuch über das Verschlimmbessern

Ascheberg

Wir stellen uns vor: Das alte Haus ist abgerissen, das neue Eigenheim steht. Doch oh Wunder: Während es über die Terrasse problemlos zu betreten ist, wird der schmucke Weg zum Haupteingang gleich am Anfang durch eine stehen gebliebene hohe Mauer des Altbaus zum Hindernislauf.

Das Hindernis bleibt, der sichere Ort zum Überblicken der Lage ist aber abgesperrt. Foto: Theo Heitbaum

Wir stellen uns vor: Das alte Haus ist abgerissen, das neue Eigenheim steht. Es ist pünktlich fertiggestellt worden, sieht prächtig aus und alle Beteiligten feiern das Projekt. Da strahlt selbst im Regen die Sonne. Wenig später hat die Baufirma letzte Kleinigkeiten erledigt, alles aufgeräumt und das Haus darf bezogen werden. Doch oh Wunder: Während es über die Terrasse problemlos zu betreten ist, wird der schmucke Weg zum Haupteingang gleich am Anfang durch eine stehen gebliebene hohe Mauer des Altbaus zum Hindernislauf. Sie steht gleich nach 20 Zentimetern des insgesamt neun Meter langen Weges und ist 50 Zentimeter hoch. Irgendwie ist vergessen worden, sie abzubauen. Kann nicht sein? Dann fragen Sie einmal Straßenbauer. Vergangene Woche war hier zu lesen, dass gleich nach dem Start des neuen Radweges entlang der B 58 in Ascheberg eine Mittelinsel mit Bordstein im Weg ist. Weil überall nur Menschen arbeiten, hat die Redaktion berichtet, aber diesen Fehler gnädig nicht kopfschüttelnd kommentiert. Bis Ende November soll die Mittelinsel ja schließlich abgesenkt werden, hieß es aus dem Hause Straßen.NRW.

Zurück zum Eigenheim: Damit niemand über die Mauer klettert, wird der Hauptzugang gleich am Anfang durch eine Baustellen-Bake gesperrt. Übersehen wird, dass damit niemand mehr von dieser Seite ins Haus kommt. Dumm gelaufen. Kann nicht sein?

Genau das ist am Startpunkt des neuen Radweges passiert. Der erste kleine Schlenker auf der rechten Seite der Industriestraße ist nach dem WN-Bericht durch Baken gesperrt worden. Der Radweg beginnt damit erst auf der anderen Straßenseite. Nur was machen die Leute, die in Richtung Lüdinghausen radeln wollen? Sie steigen jetzt auf der Straße ab und müssen zum Radweg immer noch über die Mittelinsel. Nur hat man ihnen jetzt mit dem Schlenker einen sicheren Ort genommen, um die unübersichtliche Lage in Ruhe zu studieren. Oder sollen sie die vielbefahrene B 58 ohne Querhilfe, dann den Vennkamp und wieder die B 58, diesmal mit Querhilfe kreuzen? Da setzt eine Behörde alles daran, mit einem Paradebeispiel fürs Verschlimmbessern als „Irrsinn der Woche“ in einer Satireshow des Ersten zu landen. Oder die Mittelinsel wird über Nacht abgesenkt.

Startseite
ANZEIGE