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Corona-Testsystem an Grundschulen

Neujustierung kam „holterdiepolter“

Ascheberg

Die Neujustierung der Corona-Tests an den Grundschulen in NRW trifft auch die Lambertus- und die Marienschule. Die Schulleiterinnen nehmen die Situation eher gelassen hin.

-wer-

Das neue Corona-Testsystem in NRW betrifft auch die beiden Grundschulen in Ascheberg und Herbern. Foto: Westfalenblatt

Die Neuordnung der Corona-Teststruktur durch das NRW-Schulministerium hat die Grundschulen am Dienstagabend nahezu überfallartig ereilt. Ab jetzt müssen nach einem positiven Pool-Ergebnis mit dem Lolli-PCR-Test alle am nächsten Morgen in die Schule kommen, um dort einen Antigen-Schnelltest zu absolvieren. Infizierte Kinder müssen dann von ihren Eltern wieder eingesammelt werden.

Ergebnisse erst spät in der Schule

Alles in allem habe sich so viel gar nicht geändert, findet Charlotte Bücker. Die Schule könne damit umgehen, findet die Leiterin der Lambertusschule. Problematischer sei, dass die Testergebnisse für die 400 Schülerinnen und Schüler selbst erst sehr spät die Schule erreichten. Beispielhaft nennt sie einen der vergangenen Tage. Da seien diese erst nachts um 2.45 Uhr gemeldet worden. Klar, dass es dann am Morgen hektisch werde. Denn bei einer Positiv-Meldung aus dem Pooltest sei klar: Ein Kind ist infiziert. Das sei für Familien „unglaublich schwierig“, sagt Bücker. Schließlich müsse dann jedes Kind getestet werden und die Eltern müssten bis 8.30 Uhr in Bereitschaft stehen, um ihr Kind möglicherweise abzuholen.

Teströhrchen für Kinder schwer zu öffnen

Die Neujustierung der Testungen sei „holterdiepolter gekommen“, findet Sabine Küter, die Rektorin der Herberner Marienschule. Die Durchführung der Lolli-Tests habe den Verantwortlichen in der Schule deutlich besser gefallen. Aber: Alle hätten sich auf die Neuerungen eingestellt – „so wie immer“. Froh ist Küter, dass sie auf ein Labor in Iserlohn zugreifen könne, das „sehr zuverlässig“ sei.

Die morgendlichen Tests empfindet sie hingegen kompliziert – und zwar aus einem eher technischen Grund. Die Verschlüsse der Teströhrchen seien so fest, dass Erst- und auch Zweitklässler sie nicht alleine öffnen könnten. Dankbar ist sie für die große Vorsicht und Unterstützung der Eltern. Viele machten schon morgens zu Hause einen Test. Das sei „sehr verantwortungsvoll“. Die „Omi­kron“-Variante halte sich an der Schule mit ihren 222 Mädchen und Jungen bei den Infektionen derzeit „noch im Rahmen“.

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