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Trägerverein wurde im Juli 1995 gegründet

Offene Jugendarbeit Ascheberg ist 25 Jahre jung

Ascheberg

Die OJA ist eine Institution! Das meint Dieter Voß. Er war vor 25 Jahren als Geburtshelfer des Trägervereins nicht nur dabei, sondern mittendrin. Der Davensberger war im Juli 1995 erster Vorsitzender der Offenen Jugendarbeit Ascheberg.

Theo Heitbaum

Elisabeth Raters, Dieter Voß, Stephan Ronge und Hildegard Kuhlmann bildeten vor 25 Jahren den Gründungsvorstand des OJA-Trägervereins. Foto: WN-Archiv

Der Chronist der Westfälischen Nachrichten wusste um den Wert der Nachricht und dokumentierte sogar die Uhrzeit: Am 6. Juli 1995 um 21.15 Uhr wurde der Trägerverein für die Offene Jugendarbeit Ascheberg gegründet. In diesem Monat wird die OJA also 25 Jahre alt.

Jugendliche, die keinen Platz in den Vereinen fanden und sich auf der Straße trafen, gaben den Anstoß. Man wollte sie nicht mit den Beschwerden über ihre Lautstärke oder den fehlenden Ordnungssinn allein lassen, sondern ihnen ein passendes Angebot machen. „Es gab die Überlegungen, den Charly Brown Raum über eine Arbeitsbeschaffungsmaßnahme zu professionalisieren“, berichtet Michael Franzke, einer von 26 Männern und Frauen, die sich bei der Gründung ins Mitgliederverzeichnis eintrugen.

Um den richtigen Weg wurde politisch intensiv gerungen. Das Christliche Jugenddorf (CJD) war die Alternative zu einem Vereinsmodell. Die Grundsatzentscheidung fürs Vereinsmodell fällte der Jugend- und Sportausschuss am 25. April 1995 mit fünf Stimmen von CDU und FDP gegen vier Stimmen von SPD und UWG. „Es gab dann einen runden Tisch. Der Gemeindedirektor ist gleich wieder gegangen, nachdem er gesehen hat, dass genug Leute da waren“, erinnert sich Dieter Voß an die Vorgeschichte. Der Davensberger wurde im Juli zum Gründungsvorsitzenden gewählt. Zum Vorstand gehörten auch Hildegard Kuhlmann, Elisabeth Raters und Stephan Ronge.

Mit der Gründung ging ein Zurücklehnen des Vorstandes natürlich nicht einher. Es brauchte Mitarbeiter und Räume. „Die erste Sozialarbeiterin hat nach fünf Tagen gekündigt. Sie ist einfach weggeblieben“, erinnert sich Voß. So dauerte es bis zum 1. August 1996 und dem Einstieg von Ulf Hecht bis der Aufbau der Offenen Jugendarbeit, die das örtliche Angebot ergänzen sollte. Mit dem Southfive in Herbern und den OJA-Räumen am Bahnhofsweg in Ascheberg, den alten Hausmeistergebäuden der Realschule, ging es los. Und immer noch keine Ruhe für den Vorstand. „Wir sind zwei, drei Mal die Woche nach der Arbeit bei der OJA vorbeigefahren, um zu schauen, was zu tun ist“, berichtet Voß.

Ulf Hecht blieb bis zum November 2004 und nicht lange allein. Vor 22 Jahren stieß Wencke Lemcken zum Team, vor 20 Jahren Uta Kerckhoff, vor 17 Jahren Dirk Hermann und vor zehn Jahren Saskia Adriaans. Inzwischen wurden die Räume gewechselt. In Ascheberg ging es über die Lüdinghauser Straße in den Burghof am Kichplatz, in Herbern ins JuIn. Bei den letzten beiden Umzügen war der Trägerverein schon nicht mehr gefragt, denn die Gemeinde hatte die „Offene Jugendarbeit“ in die Hände der Jugendhilfe Werne gelegt.

„Die OJA ist eine Institution in der Gemeinde, alles ist gut“, blickt Voß zufrieden auf das Pflänzchen, dass vor 25 Jahren gepflanzt wurde.

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