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Ascheberg geht mit Drensteinfurt und Sendenhorst zusammen

„Pastoraler Raum“ stört sich nicht an Kreisgrenzen

Ascheberg

Die Gemeinde Ascheberg bildet mit Gemeinden aus dem Kreis Warendorf einen „pastoralen Raum“. Es werden Drensteinfurt und Sendenhorst sein.

Von Theo Heitbaum

Dass die drei Pfarreien aus Drensteinfurt, Sendenhorst und Ascheberg ähnliche Logos haben, zeigt Pfarrer Stefan Schürmeyer, wie ähnlich sie sich sind. Foto: Theo Heitbaum

Die Gemeinde Ascheberg bildet mit Gemeinden aus dem Kreis Warendorf einen „pastoralen Raum“. Diese Botschaft eines Treffens im Kreisdekanat hat die Ascheberger doppelt verunsichert, ist ihnen der „pastorale Raum“ bisher nicht untergekommen und zudem soll er über Kreisgrenzen hinweg eingerichtet werden. Stefan Schürmeyer, Leitender Pfarrer von St. Lambertus Ascheberg, sieht das langfristig angelegte Projekt dagegen ganz entspannt und fühlt sich sogar erleichtert.

„Wenn es genug Seelsorger gäbe, müssten wir das nicht so entwickeln“, verweist der Geistliche auf den Antrieb hinter dem Projekt. In seiner Pfarrei sei der Weggang von Pfarrer Marc Heilenkötter und Pastoralreferent Tobias Kettrup schon jetzt spürbar. Die Sorge mit weiter sinkendem Personal klar kommen zu müssen, wachse stetig. Deswegen empfindet Schürmeyer beim Betrachten des Konzeptes auch Erleichterung: „Das ist eine Perspektive für uns.“

Drei Gemeinden bilden „pastoralen Raum“

Vor diesem Hintergrund blickt der Ascheberger nach vorne. Seit einem gleich gelagerten Treffen im Kreis Warendorf darf er ergänzen, dass die Pfarreien St. Lambertus Ascheberg, St. Regina Drensteinfurt sowie St. Martinus und Ludgerus Sendenhorst den „pastoralen Raum“ bilden sollen. „Das sind drei ähnliche Gemeinden mit zwei, drei Orten und einem vergleichbaren Menschenschlag. Es wird ein Begegnen auf Augenhöhe“, umschreibt Schürmeyer, dass beim Anliegen, homogene Räume zu schaffen, ein Treffer gelandet werde. Natürlich seien die beiden Gemeinden fremder als die Nachbarn aus dem Dekanat, aber allein ein Blick auf die Logos der drei Gemeinden verrate, dass sie gleich denken: „Es sind nach der Fusion überall die Kirchtürme zusammengefasst worden.“ Von Fusion wird jetzt nicht gesprochen: „Die Gemeinden mit ihren Gremien werden eigenständig bleiben. Es wird darum gehen, mit Ehrenamtlichen das Leben in den Orten zu stärken.“ Dass Ascheberg hier sowie Drensteinfurt und Sendenhorst dort über unterschiedliche Zentralrendanturen verwaltet werden, stört Schürmeyer nicht: „Die Verwaltung muss die pastoralen Räume ermöglichen.“

Der Ascheberger hat nach dem Bekanntwerden der Namen schon ein bisschen über den Tellerrand geschaut und etwa in Sendenhorst einen Pastoralplan entdeckt, der mit dem Ascheberger Plan übereinstimmt. „Dass hätten wir zeitsparend schon zusammen machen können“, schmunzelt Schürmeyer. Mit den Kollegen Clemens Lübbers (Sendenhorst) und Jörg Schlummer (Drensteinfurt) wird Schürmeyer in Kürze eine gemeinsame Fortbildung auch zum Kennenlernen nutzen.

Wichtig ist dem Pfarrer: Noch befindet sich das Projekt im Vorschlagsstadium. Wenn sich nach einem offenen Prüfen ergebe, dass die Konstellation nicht passe, müsse man umdenken. Schürmeyer glaubt das aber nicht. Er ist überzeugt, dass bis 2023 aufgezeigt werden kann, wie der „pastorale Raum“ mit den Nachbarn jenseits der Kreisgrenze sinnvoll und nachhaltig aussehen wird.

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