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Kolpingsfamilie Ascheberg

Post für alle 600 Mitglieder

Ascheberg

Die Kolpingsfamilie Ascheberg hält auf besondere Art und Weise den Kontakt zu ihren Mitgliedern – mit sorgfältig zusammengestellter Post, die auf dem Weg zu 600 Kolping-Angehörigen ist.

wn

Im Pfarrheim baute die Kolpingsfamilie ihr Verpackungszentrum auf. Post mit Anregungen – vom Backrezept bis zur Fitness-Übung Foto: Kolpingsfamilie

Die Après-Ski-Party ist abgesagt, die Kirmes-Weinlaube fällt aus, etliche Veranstaltungen, Aktionen und Ausflüge musste die Kolpingsfamilie Ascheberg bereits streichen. Doch dem Klammergriff des Coronavirus wollte sich der Vorstand nicht einfach geschlagen geben. Und er fand eine Lösung gegen Frust und Kontaktverbote: Es gibt persönliche Post. Für jedes der über 600 Mitglieder.

In einer Videokonferenz entwickelte das Vorstandsteam die Idee, den Mitgliedern eine Überraschung zu bereiten. Als willkommene Abwechslung in schwierigen und mitunter sogar harten Zeiten, wie es in der Pressemitteilung heißt. „Unsere Mitglieder fehlen uns, und wir wollen ein Zeichen setzen, füreinander da zu sein, in diesen Tagen ganz besonders“, erklärt Vorstandssprecher Martin Weiß. „Sie sollen sich alle eine schöne, spannende Kolping-Zeit zu Hause machen.“ Und damit das gelingt, haben die Vorständler alle möglichen Tipps zusammengestellt: Back- und Kochrezepte, Internetlinks, Buchempfehlungen, Fitness-Übungen, Witze, Spielvorschläge, Rätsel, eine Dorferkundungsrallye für Familien. Mehr als 20 bunt layoutete Seiten kamen zusammen – die jeweils hunderte Male über die Druckmaschine liefen.

Im Pfarrheim bauten die Kolping-Aktivisten sodann kurzerhand ihr Verpackungszentrum auf und kuvertierten unter Beachtung der aktuellen Hygieneregeln an einem Abend alles ein. Süßigkeiten, Aufkleber oder Bastel-Sets wanderten zusätzlich in die großen Umschläge.

Am Ende standen dort auf den Tischen im Pfarrheimsaal mehrere hundert kleine Wohlfühlpakete. Jeder Vorständler packte einen Stapel ein und macht sich schließlich in diesen Tagen als Postbote auf den Weg durchs Dorf und durch die Bauerschaften. „Wir wollen unseren Mitgliedern Lust darauf machen, wenn es endlich wieder losgehen darf bei uns. Und die erste Resonanz auf unsere Post ist überragend gut. Das freut uns natürlich“, sagt Martin Weiß. „Kolping ist für uns eben ein gelebtes Miteinander.“

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