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Angekündigte Kontrolle in Ascheberg

Rote Karte für jede zehnte Biotonne

Ascheberg

Die Menschen in der Gemeinde Ascheberg sortieren ihren Abfall nicht besser oder schlechter als in den anderen Kommunen des Kreises. Auch hier bleib jede zehnte kontrollierte Biotonne stehen. Sie war falsch befüllt.

Theo Heitbaum

Diese Bioabfalltonnen gehörten zu den 16 Gefäßen, die nicht geleert wurden. Foto: WBC Kreis Coesfeld

Die Menschen in der Gemeinde Ascheberg sortieren ihren Abfall nicht besser oder schlechter als in den anderen Kommunen des Kreises. „Das ist die übliche Quote“, stellt Ursula Kleine Vorholt von den Wirtschaftsbetrieben des Kreises Coesfeld fest. Mitarbeiter hatten zuvor Bioabfalltonnen in Ascheberg kontrolliert und zehn Prozent der Gefäße mit einem roten Anhänger versehen. Sie fanden in 16 von 160 Bioabfalltonnen Dinge, die dort nicht hingehören. Mit der „Roten Karte“ wurde den Tonnen-Besitzern auch aufgezeigt, wie es mit der falsch befüllten Tonne weitergeht. „Einfach stehen lassen und in zwei Wochen wieder hinstellen, funktioniert nicht. Wir kontrollieren nach“, erklärt Kleine Vorholt.

Tonnenanhänger Foto: WBC Kreis Coesfeld

Die Kontrolle am Donnerstag war im Vorfeld von der Gemeinde und den Wirtschaftsbetrieben angekündigt wurden. In der Folge wurde lebhaft darüber diskutiert, dass vom Handel als Bioabfall-taugliche Plastikbeutel zum Stehenlassen der Tonnen führt. „Beim Vorsortieren kann die Maschine nicht erkennen, um welchen Plastikbeutel es sich handelt. Er wird dann aussortiert“, informiert Kleine Vorholt. Zudem seien nicht alle dieser Beutel tatsächlich frei von Plastikanteilen. Man sei aber bestrebt möglichst guten Rohstoff zu generieren.

Aus Abfall wird Biogas und Kompost

In Coesfeld wird der Bioabfall übrigens zuerst in einer Biogasanlage vergärt. Das gewonnene Gasgemisch wird so aufbereitet, dass es anschließend in das Erdgasnetz eingespeist werden kann. Zusätzlich stehen zwei Blockheizkraftwerke zur Verfügung, in denen das Biogas verstromt werden kann. Die Gärreste werden anschließend kompostiert.

Durch falsche Einwürfe in die Biotonne wird diesem innovativen Prozess mehr Masse entzogen als nötig wäre. Deswegen schauen die Wirtschaftsbetriebe nun genauer in die Bioabfalltonnen. Die Freude darüber, bei der angekündigten Kontrolle nicht aufgefallen zu sein, könnte nur von kurzer Dauer sein. „Wir werden Schritt für Schritt alle Tonnen kontrollieren“, lassen es Kleine Vorholt und Mitstreiter nicht bei der einmaligen Stippvisite. Unterschied dazu: Die künftigen Besuche werden nicht im Vorfeld angekündigt.

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