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Waldjugendspiele des Hegerings

Sachkundeunterricht in der Natur

Davensberg

Lernen mit Herz, Hand und Verstand lautet das Motto der Waldjugendspiele. Dabei wird der Sachkundeunterricht in die Natur verlegt – und der Bewegungsdrang mehr als gestillt.

Dietrich Harhues

Knifflige Aufgaben haben die Grundschüler zu bewältigen, die viel über Waldwirtschaft erfahren. Foto: di

Egon Weber wendet Grillwürste, die zu Dutzenden auf den Rost kommen – und von Grundschülern verputzt werden. Der Jäger aus dem Hegering Ascheberg weiß, dass das Fleisch von besonderer Güte ist: Es stammt vom Reh und aus einer Fleischerei aus Ascheberg, die – wie der Hegering als Veranstalter – die Waldjugendspiele unterstützt. Zu dieser Aktion gehört auch eine zünftige Pause auf dem Hof Schulze Hobbeling in Davensberg. Ob den Schülern klar ist, was sie essen, sei dahin gestellt. Schmecken tut die deftige Stärkung den meisten von ihnen jedenfalls.

Und verdient haben sie es, auf dem Areal des Gutshofes mit Gräfte und Torhaus etwas zu „chillen“. Denn zu den Waldjugendspielen, die zum sechsten Mal über die Bühne gehen, gehört auch ein ganz ordentlicher Fußmarsch. Allein die Strecke, an der sich die Stationen mit Aufgaben finden, umfasst vier Kilometer. Bewegung und Konzentration im Wechsel, lautet das Motto von Carmen Irmen. Die zertifizierte Natur- und Landschaftsführerin für den Lernort Natur und Waldpädagogin, hat die Waldjugendspiele nach Davensberg gebracht. Wissen (Tier- und Pflanzenarten), Tasten (Baumrinden), Beobachten (Weiden, Wiesen, Brachen) und Teamarbeit (Umstapeln von Schnittholz) sind gefragt. Der Sachunterricht wird also in den Lernort Natur verlegt.

Förster Wolf Meyer übernimmt dabei gerne seinen Part, neben den ökologischen auch die wirtschaftlichen Aspekte des Waldes zu erläutern. „Mir macht das Spaß“, sagt der Landesbeamte zu seinem Einsatz.

Auch die Kinder der Lambertus-Grundschule (Standort Ascheberg und Davensberg), der Burgschule und Grundschule Rinkerode haben Freude am Frischluft-Unterricht. „Ich find´s richtig cool“, beteuert beispielsweise Viertklässlerin Greta.

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