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Einsatz gegen Eichenprozessionsspinner

Schädlingsbekämpfung mit Fressfeinden und Bioziden

Ascheberg

Die Schädlingsbekämpfer der Firma Angelkort aus Herbern beginnen jetzt im Auftrag der Gemeinde Ascheberg damit, Bäume an sensiblen Bereichen wie Schulhöfen, Kindergärten und Spiel- und Sportplätzen vorsorglich zu behandeln. Ziel ist es, die Raupen des Eichenprozessionsspinner so früh wie möglich zu bekämpfen.

wn

An vielen Stellen im Gemeindegebiet wurden Nistkästen aufgehängt, um die Ansiedlung von Fressfeinden zu fördern. Foto: Theo Heitbaum

Um die natürlichen Fressfeinde des Eichenprozessionsspinners anzusiedeln, hat die Gemeinde Ascheberg bereits im Februar rund 200 Nistkästen in der Nähe von befallenen Eichen im Gemeindegebiet aufgehängt. „Wir sind sehr dankbar für die gute Zusammenarbeit mit dem Inklusionsbetrieb INTZeit-Arbeit gGmbH, einem Tochterunternehmen des Sozialwerks St. Georg“, erklärt Christian Scheipers, Fachgruppenleiter Tiefbau. Zu diesen Kästen zählen auch die Nistkästen, die Schülerinnen und Schüler der Profilschule im Technikunterricht gebaut und Mitte Februar an die Gemeinde übergeben hatten, heißt es in einer Mitteilung der Gemeinde Ascheberg.

Die Raupen des Eichenprozessionsspinners beginnen zu schlüpfen, wenn die Eichen bei steigenden Temperaturen etwa ab April austreiben. Im dritten Larvenstadium entwickeln sie ihre Brennhaare, ab Mitte Mai treten sie in größeren Mengen an Baumstämmen auf.

Daher beginnen die Schädlingsbekämpfer der Firma Angelkort aus Herbern jetzt im Auftrag der Gemeinde Ascheberg damit, Bäume an sensiblen Bereichen wie Schulhöfen, Kindergärten und Spiel- und Sportplätzen vorsorglich zu behandeln. Auch stark frequentierte öffentliche Bereiche, die sich im Eigentum der Gemeinde befinden, werden nun prophylaktisch behandelt: der große Prozessionsweg, das Schwake Pättken und die Königsallee sowie der Friedhof und die Festwiese in Ascheberg, die Burgstraße sowie das Burgturmgelände in Davensberg und der weiträumige Bereich am und um den Friedhof in Herbern.

„Wir wollen die Prophylaxe jedoch auf die allernotwendigsten Standorte beschränken“, erklärt Christian Scheipers. „Den Einsatz von Bioziden können wir jedoch nicht gänzlich vermeiden, da wir die Gesundheit der Bevölkerung an vielbesuchten Orten im Innenbereich anders nicht ausreichend schützen können“, begründet Bürgermeister Dr. Bert Risthaus die zusätzlichen Vorsorgemaßnahmen.

Wer an öffentlichen Bäumen Nester von Eichenprozessionsspinnern entdeckt, kann diese melden unter  0 25 93 / 6 09 33 33 oder E-Mail: EPS@Ascheberg.de.

Sollte die Prophylaxe nicht ausreichen und in sensiblen Bereichen trotzdem Nester des Eichenprozessionsspinners entstehen, wird die Gemeindeverwaltung diese von Fachfirmen absaugen lassen. Um diese Vorsorge- und Schutzmaßnahmen zu finanzieren, sind für 2020 rund 15 000 Euro im Haushalt eingeplant.

Die Gemeinde will in diesem Jahr wieder jeden Hinweis auf Gefahrenstellen entgegen nehmen und den jeweiligen Handlungsbedarf prüfen. An den mitgeteilten Standorten werden die Mitarbeiter des Bauhofs bei Bedarf Warnschilder aufhängen. Sofern es darüber hinaus notwendig sein sollte, sperren sie auch einzelne Bereiche ab und prüfen, ob eine Entfernung weiterer Raupennester durch Fachfirmen notwendig und möglich ist.

„Aufgrund der Vielzahl der Bäume im Gemeindegebiet können wir nur Grünflächen im Innenbereich versorgen, die sich im Gemeindeeigentum befinden“, erklärt Scheipers. Für Maßnahmen auf privatem Gelände sei der Eigentümer verantwortlich.

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