1. www.wn.de
  2. >
  3. Muensterland
  4. >
  5. Ascheberg
  6. >
  7. Schreiben mit Flüssigkeit aus einem Pilz

  8. >

Heimatverein stellt Schopftintling vor

Schreiben mit Flüssigkeit aus einem Pilz

Herbern

Am Wegesrand im Wald, auf Wiesen, in Parks und anderen nährstoffreichen Böden zwischen Brennnesseln stehen jetzt zuhauf weiße Pilze.

wn

Anfangs ist der Pilz weiß, später wird er am Hutrand immer dunkler. Foto: Budde HV Herbern

Am Wegesrand im Wald, auf Wiesen, in Parks und anderen nährstoffreichen Böden zwischen Brennnesseln stehen jetzt zuhauf weiße Pilze. Bei dem Exemplar, um das es hier geht, sieht man zuerst nur weiße „Finger“ aus der Erde schießen. Dann ist der Tintling noch strahlend weiß. Später wird er unten am Hutrand immer dunkler. Schließlich zerfließt der Rand und bildet eine tintenartige Flüssigkeit - diese verwendete man früher als Tintenersatz, daher hat der Tintling auch seinen Namen. Zum Schluss bleibt vom Schopftintling nur ein tiefschwarzer, an den Gräsern klebender Brei übrig.

Das liest sich vielleicht ekelig – tatsächlich ist der Schopftintling aber essbar. Kennern zufolge soll er sogar nach Spargel schmecken. In der Naturheilkunde oder in der Traditionellen Chinesischen und Japanischen Medizin gilt er als Heilpilz unter anderem für Diabetes, Hämorriden oder Verstopfung. Allerdings sollte man nur junge Exemplare vom Schopftintling sammeln und dann sofort zubereiten - also solche, die noch ganz weiß sind. Denn sobald die Selbstzersetzung (Autolyse) begonnen hat, wird der Pilz ungenießbar.

Aber Achtung: Trotz seiner auffälligen Erscheinung kann man den Schopftintling mit anderen, ähnlichen – aber giftigen Tintlingen verwechseln. Sammler sollten ihn also nur ernten, wenn Sie absolut sicher sind, dass er essbar ist.

Startseite