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Kommunalpolitiker und Bürger folgen Aufruf einer Herbernerin

Schulterschluss gegen Rechts

Ascheberg/Herbern

Das Bündnis der Demokraten bildete sich über alle wahlkämpferischen Parteigrenzen hinweg. Mit Initiatorin Eva-Maria Bünnigmann stellten Kommunalpolitiker und Bürger ein Banner „Gemeinsam gegen Rechts“ dort auf, wo vergangene Woche rechte Schmierer aktiv gewesen waren.

Von Theo Heitbaum

Gemeinsam gegen Rechts Foto: Theo Heitbaum

Sie werben gegeneinander um Wählerstimmen für den Bundestag, am Dienstagabend standen die Ascheberger Kommunalpolitiker aber Schulter an Schulter, um ein Zeichen gegen Rechts zu setzen. Vertreter der Parteien, eine Nachbarschaft aus dem Ascheberger Westen und einige wenige Menschen aus den drei Orten waren dem Aufruf von Eva-Maria Bünnigmann gefolgt, gemeinsam als Bündnis der Demokraten dieses Zeichen zu setzen.

Die Initiatorin berichtete von ihrem Entsetzen aus der vergangenen Woche, als sie ein zur Reichsflagge übersprühtes Wahlplakat der Grünen entdeckte: „Ich habe sofort gesagt, dass wir etwas unternehmen müssen“, erklärte sie der Runde, die das Engagement der jungen Herbernerin mit viel Applaus bedachte. Bünnigmann war begeistert, wie viele Menschen ihrem Aufruf gefolgt waren. In der Runde gab es aber auch deutliche Stimmen, dass man mehr Gäste erwartet habe. Bezirksbeamter Ralf Trapp hatte auf jeden Fall einen ruhigen Abend.

Eva-Maria Bünnigmann dankte allen, die ein Zeichen gegen Rechts gesetzt haben Foto: Theo Heitbaum

Bürgermeister Thomas Stohldreier dankte im Namen der Menschen aus den drei Orten für das Engagement. Er war von der Aktion sehr angetan, prangte doch eines seiner Lieblingswörter auf dem Regenbogenherz des Plakates: „Gemeinsam“. Der Verwaltungschef lässt keine Gelegenheit aus, für den Zusammenhalt der Gesellschaft zu werben. So war er froh, unter anderem die Parteivorsitzenden Maximilian Sandhowe (CDU), Volker Brümmer (SPD), Peter Leyers (FDP) und Grünen-Sprecher Heinz Wesselmann zu sehen. Gekommen waren auch die Fraktionsvorsitzenden Christian Ley (SPD), Thomas Franzke (CDU) und Karsten Senne (Grüne), die stellvertretenden Bürgermeisterinnen Maria Schulte-Loh und Martina Bünnigmann sowie die stellvertretende Landrätin Angelika Selhorst (alle CDU).

Zeichen gegen Rechts gesetzt Foto: Theo Heitbaum

Stohldreier verurteilte die rechten Schmierereien und appellierte auch an jene Mitbürger, die nicht da waren: „Wir setzen hier gemeinsam ein deutliches Zeichen gegen Rechts, das die Menschen aufgreifen können.“ Noch hängt die Botschaft „Als Einwohner aus Herbern, Ascheberg, Davensberg, als Mensch Gemeinsam gegen Rechts“ dort, wo das grüne Wahlplakat mit einer Reichsflagge übersprüht worden war. Das Banner kann aber ab sofort von allen Vereinen ausgeliehen werden. Die Gemeinde werde ihnen für eine Reise durch die Orte eine E-Mail-Adresse zukommen lassen, informierte Bünnigmann.

Banner wird an Vereine verliehen

Die Herbernerin, die zum ersten Mal in ihrem Leben eine Demo angemeldet hatte und entsprechend eine Ordnerbinde trug, hatte sich in der Kürze der Zeit die Unterstützung der Stiftung gegen Rassismus gesichert. Sie empfahl der Runde, sich auf deren Internetpräsenz mit weitere Informationen zu versorgen.

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