Großeinsatz auf der A 1 nach Hagelschauer

Sieben Unfälle auf 350 Autobahn-Metern

Ascheberg

Ein Unfall mit 13 beteiligten Autos hat sich am Samstagmittag auf der A 1 bei Ascheberg-Herbern ereignet. Feuerwehr, Rettungsdienst und Polizei waren mit einem Großaufgebot an Kräften im Einsatz.

Thorsten Neuhaus/di/hbm

Ein Hagelschauer hatte zu einer Serie von Unfällen auf der A 1 bei Herbern geführt. Foto: Theo Heitbaum

Ein plötzlich einsetzender Hagelschauer löst am Samstagmittag ein Unfallgeschehen auf der A 1 bei Ascheberg aus, an dem insgesamt 13 Autos beteiligt sind. Einige Verkehrsteilnehmer verloren aufgrund von nicht angepasster Geschwindigkeit auf der blitzartig nassen und glatten Straße die Kontrolle über ihre Fahrzeuge, andere Autofahrer konnten nicht mehr rechtzeitig bremsen und fuhren auf, berichtet die Polizei. Insgesamt kam es in Richtung Dortmund zu sechs unabhängigen Unfällen, in Richtung Bremen zu einer Kollision.

Die Unfallserie zieht einen Großeinsatz von Rettungsdienst, Feuerwehr und Polizei nach sich. Allein das DRK ist mit sieben Rettungswagen, drei Notärzten und der Sanitätsbetreuungsgruppe zur Stelle – insgesamt 52 Kräfte.

Das Unfallgeschehen erstreckte sich über eine Länge von 350 Metern auf der A 1 bei Ascheberg. Foto: Feuerwehr

„Wir sind von zwei, maximal drei beteiligen Fahrzeugen ausgegangen“

Die Feuerwehr rückt mit den Löschzügen Ascheberg, Davensberg und Herbern aus. 40 Wehrleute in zwölf Fahrzeugen waren mobilisiert worden. Zunächst hatten sie das schon gewohnte Bild der vielen Unfälle auf der Autobahn 1 erwartet: „Wir sind von zwei, maximal drei beteiligen Fahrzeugen ausgegangen“, schildert Wehrführer Rainer Koch gegenüber den WN. Auf dem Weg zur Einsatzstelle habe sich das Ausmaß des Unfalls über Funk und Telefon herauskristallisiert. An der A 1 angekommen, sei es zunächst darum gegangen, sich einen Überblick über die Gesamtlage zu verschaffen, die sich über 350 Meter erstreckte, führt Koch aus. Eine zentrale Aufgabe von Einsatzleiter Andreas Denker, stellvertretender Leiter der Feuerwehr Ascheberg, habe darin bestanden, systematisch an die Lage heranzugehen, Abschnitte zu bilden und Abläufe zu definieren.

Laut ihrer Alarmierung waren die Wehrleute von eingeklemmten Fahrzeuginsassen ausgegangen. Tatsächlich seien die Unfallbeteiligten aber in der Lage gewesen, selbst ihre Autos zu verlassen. Dadurch habe sich das Einsatzgeschehen schon deutlich entspannt, blickt der Wehrführer zurück.

Unterschlupf im Reisebus

„Der Unfall ist für alle Beteiligten glimpflich abgelaufen“, bilanziert Michael Hofmann, Leiter des DRK-Rettungsdienstes im Kreis Coesfeld, gegenüber den WN.

Erschwert wurde die Arbeit der Einsatzkräfte allerdings durch heftige und teilweise gewittrige Regenschauer. Jedoch waren Rettungsgassen gebildet worden: „Das funktionierte vorbildlich“, sagte Koch.

Unter Begleitung der Feuerwehr war eigens ein Reisebus aus Ascheberg zur Unfallstelle eskortiert worden, in dem die rund 25 unverletzten Unfallbeteiligten sich vor Regen und Kälte in Sicherheit bringen konnten. Rettungsdienstleiter Hofmann lobte angesichts des „besonders anspruchsvollen Einsatzes“ die hervorragende Zusammenarbeit mit Polizei und Feuerwehr. Auch Wehrführer Koch hob dies hervor. Sein Team rückte gegen 15.30 Uhr von der Unfallstelle wieder ab, die zu Verkehrsbehinderungen führte.

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