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Herberner Gebiet wurde vor 50 Jahren bebaut

Siepen begeht das Gold-Jubiläum

Herbern

Die ersten Bewohner waren so schnell, dass sie beim Strom improvisieren mussten. Der erste große Ansturm folgte dann vor 50 Jahren: 1970 wurde das Baugebiet Siepen in Herbern in die Tat umgesetzt.

Isabel Schütte

Der Siepen vergrößerte Herbern vor 50 Jahren in Richtung Norden, Theo und Brigitte Schäper waren die ersten neuen Bewohner des Baugebietes. Foto: Schütte

Fruchtfolge Bauland: Vor 50 Jahren verwandelten sich Acker und Wiesen im Herberner Norden in Bauland. Das Baugebiet „Siepen“ feiert in diesem Jahr seinen 50. Geburtstag. Theo und Brigitte Schäper waren die ersten Herberner, die sogar schon zwei Wochen früher ihr Haus im neuen Baugebiet bezogen. Am 14. Dezember 1969 zog die dreiköpfige Familie in ihren Neubau an der Schlaunstraße. An die Anfänge können sich die beiden Senioren noch gut erinnern.

„Die erste Jahreswende waren wir ganz alleine hier. Die Wasserversorgung stand, aber der Strom musste von der ehemaligen Lagerhalle Wienecke an der heutigen Neuenhammstraße bis hierher verlegt werden“, erinnert sich Theo Schäper. Den Blick auf die verschneite Kirche, den vergisst Brigitte Schäper nie. „Heute sehen wir nur noch die Kirchturmspitze, damals hatten wir freie Sicht.“

Das erste Vierteljahr im neuen eigenen Haus waren ein Behelf. Rund um das Eigenheim war nur Ackerlandschaft. „Ich weiß noch, dass wir uns unsere Laufwege mit Holzlatten und Brettern ausgelegt hatten. Straßen oder Wege gab es ja nicht“, erzählt Brigitte Schäper. Die heute 76-Jährige musste auch mit dem Kinderwagen voran kommen, ihr Sohn Jürgen war zu der Zeit erst drei Jahre alt.

Die provisorische Stromversorgung hatte bei dem langen Weg auch ihre Tücken.„ Ich musste ständig zur Lagerhalle rüber, weil die Sicherung raus gesprungen war“, sagte Theo Schäper. Als die ersten Nachbarn im Frühjahr in den 1970er Jahren eingezogen, gab es auch endlich den eigenen Stromanschluss. Auch wurde dann die Straße fertig gestellt. Dennoch war diese Zeit ganz besonders für die junge Familie. „Es war abenteuerlich aber auch schön. Diese Zeit wollen wir nicht missen.“

Sport am Siepen

Der Herberner Siepen ist über die Ortsgrenzen hinaus bekannt, weil auf der Straßenseite, die dem Baugebiet gegenüberliegt, das Sportzentrum Siepen entstanden ist. Am 29. September 1976 erfolgte er erste Spatenstich, ein Jahr später wurde der Aschenplatz eingeweiht. Das Sportheim Siepen übergab die Gemeinde am 28. November 1981 an dei SV Herbern. Mit der Gründung der Tennisabteilung entstanden ab 1983 auch Tenniscourts auf dem Gelände. Am 27. August des Jahres wurden die ersten beiden Spielfelder eingeweiht.

Die vier Straßen (Freiherr vom Stein-, Gerhard-Hauptmann-, Schlaun- und Spormakerstraße) feierten übrigens 1975 das erste Siepenfest. Es war der erste offizielle Herbern-Termin, den Gemeindedirektor Bernhard Rothers nach der Gemeindefusion wahrnahm.

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