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Zustellteams sollen verstärkt werden

Speeddating bei der Post

Ascheberg

Die Zahl der Pakete hat sich bei der Post verdoppelt. Dagegen hat die Zahl der Menschen, die diese Last zustellen, nicht mitgehalten. Bei einem Bewerbertag in Ascheberg wurden darum neue Zusteller gesucht.

Von Theo Heitbaum

Thomas Steinkühler (Ascheberg/Nordkirchen), Andreas Fritsch (Lüdinghausen) und die zentrale Zustellstützpunktleiterin Andrea Kowitz waren mit dem Ergebnis des Bewerbertages sehr zufrieden. Foto: Theo Heitbaum

2500 Pakete bringt die Deutsche Post täglich in den 22 Zustellbezirken der Gemeinden Ascheberg und Nordkirchen in die Häuser. Die 23 Bezirke in der Stadt Lüdinghausen verzeichnen im Sommer ähnliche Zahlen. Richtung Weihnachten werden es dann 4000 bis 5000 Pakete sein. Da die Teams an beiden Standorten unter der Pakete-Last, die sich in der Pandemiezeit verdoppelt hat, ächzen, wurde am Samstag bei einem Bewerbertag in Ascheberg Verstärkung gesucht. „Wir sind mit dem Interesse zufrieden“, resümierte die zentrale Zustellstützpunktleiterin Andrea Kowitz schon weit vor dem Ende des Speeddatings vor dem Tor des Ascheberger Stützpunktes. Kowitz ist für 500 Mitarbeiter an 15 Stützpunkten zuständig.

Die Zeiten, in denen die Zusteller noch Briefträger genannt wurden, sind Geschichte. Das Zustellen von Paketen rückt immer mehr in den Fokus. Trotz der Konkurrenz, die sich auch auf dem Land gerade mit einem Amazon-Zustelldienst verstärkt hat. „Wir bieten Qualität“, sagt Kowitz selbstbewusst. Damit das auch künftig so bleibt, sollen die Teams verstärkt werden. „Wir wollen aufstocken und sind ständig auf der Suche. Der Bewerbertag bringt uns hoffentlich ein Stück nach vorne“, erklärt Thomas Steinkühler, Leiter des Stützpunktes an der Lüdinghauser Straße in Ascheberg.

Führerschein ist Pflicht

„Voraussetzung ist, dass ein Zusteller 18 Jahre alt ist und einen Führerschein besitzt“, berichtet Kowitz. Die Interessenten, die am Samstagmittag kamen, wurden beim Speeddating über die Möglichkeiten, Pflichten und die finanzielle Seite aufgeklärt. Einige Interessenten buchten gleich die Möglichkeit, zwei Schnuppertage zu vereinbaren. In erster Linie werden Menschen gesucht, die Fulltime arbeiten. Es werden aber auch Mini- oder Tagesjobs geboten. Der Einstieg verläuft meistens über befristete Verträge. „Wir sind aktuell dabei, viele Arbeitsverhältnisse zu entfristen“, erklärt Kowitz.

Thomas Steinkühler beim Bewerbertag. Foto: Theo Heitbaum

Wenn dem Bewerbertag neue Mitarbeiter entspringen, mit denen langfristig geplant werden kann, sollen die Zustellbezirke verändert werden. „Wir würden gerne die 22 Bezirke auf wenigstens 25 aufstocken, eventuell auf 27“, erklärt Steinkühler. Andreas Fritsch, Leiter des Zustellstützpunktes Lüdinghausen, denkt über drei zusätzliche Bezirke nach. In der Steverstadt könnte auch die sogenannte Inselzustellung – Boten, die nur Pakete ausliefern – verstärkt werden, so dass die Paket-Lasten sich besser verteilen. Während in Lüdinghausen 35 bis 40 Mitarbeiter im Einsatz sind, erledigen in Ascheberg und Nordkirchen 30 bis 35 Mitarbeiter die Aufgaben.

Raumfrage stellte sich ebenfalls

„Mich interessiert das, weil dahinter ein sicheres Einkommen steht. Deswegen kann ich mir vorstellen, bei der Post anzufangen“, erklärte ein Münsteraner nach seinem Gespräch. Die Bedingung: Die Arbeitszeiten sollten passen und die Aufgabe körperlich zu meistern sein.

Corona hat die Post nicht nur beim Personal an die Grenzen gebracht. Wenn die Pakete per Lkw kommen, sind auch die Räumlichkeiten am Ende der Möglichkeiten angelangt. „Wir suchen“, sagt Kowitz.

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