1. www.wn.de
  2. >
  3. Muensterland
  4. >
  5. Ascheberg
  6. >
  7. Stammtischbrüder als Patenonkel

  8. >

Neele Klaes erlebt die Premiere

Stammtischbrüder als Patenonkel

Herbern

Die Herbernerin Neele Klaes hat im Mai ihren 18. Geburtstag gefeiert und wurde jetzt vom Stammtisch „Ergo Bibamus“ mit 1356,52 Euro ausgezahlt.

Isabel Schütte

Der Stammtisch „Ergo Bibamus“, hier auf einer Fahrt, übernimmt die Patenschaft für den Nachwuchs jedes Mitgliedes. Foto: Privat

Die Herbernerin Neele Klaes hat im Mai ihren 18. Geburtstag gefeiert und wurde jetzt vom Stammtisch „Ergo Bibamus“, dem ihr Vater Andree angehört, mit 1356,52 Euro ausgezahlt. Die Stammtischbrüder taten das, weil sie seit ihrer Geburt die Patenschaft für sie übernommen hatten.

„Als Neele vor 18 Jahren als erstes Kind eines Stammtischmitglieds geboren wurde, kam die geniale Idee zur Übernahme der Patenschaft – nach dem Konsum von etwas Gerstensaft. Mittlerweile sind es 24 Kinder aus den eigenen Reihen, für die wir die Patenschaft übernommen haben“, sagt Stammtischvater Marcus Heitmann.

Der Stammtisch „Ergo Bibamus“ wurde 1995 als Kegelclub „die bekifften Kegelköppe“ gegründet und schon Ende der 1990er Jahre umfunktioniert. Dazu gehören Björn Christ, Karsten Heitmann, Jens Hölscher, Andree Klaes, Bernd Löcke, Dirk Lütkemeier, Tay Pinkernelle, André Schroer, Christian Schütte, Timy Schütte, Markus Hohefeld, Alexander Ruhe, Christian Thiel sowie Marcus Heitmann.

Mit einem monatlichen Beitrag von einer Mark pro Mitglied fing die Patenschaft an. Zur Währungsumstellung auf den Euro gab es dann 0,51 Euro für die Mädchen und 0,52 Euro für die Jungs. „Da wir ein reiner Männerclub sind und es auch unsere eigene Idee ist, haben wir uns noch diesen kleinen Gag zusätzlich einfallen lassen – nämlich die Zipfelprämie“, wie Heitmann schmunzelnd berichtet.

Als Patenonkel besucht der Stammtischvater ab dem ersten Schuljahr seine Patenkinder. Auch zu jedem Geburtstag wird eine persönliche Glückwunschkarte geschrieben. Für was die Kinder dann das Geld verwenden, ist ihre eigene Sache. Für Neele war es die Amtszeit als Jungschützenkönigin. „Eigentlich wollte ich das ja gar nicht, aber es hat dann viel Spaß gemacht. Ein großes Dankeschön gilt natürlich ‚Ergo Bibamus‘“, sagt die 18-Jährige.

Startseite