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7. Mai wird als erster Termin nach der Zwangspause angestrebt

Tafel denkt über Ausgaben nach

Ascheberg

Seit gut einem Monat ist sie zu: die Ausgabe der Ascheberger Tafel. Nun haben die Verantwortlichen einen Termin für die Wiedereröffnung ins Auge gefasst. Am 7. Mai soll es weitergehen – „aber der besonderen Situation angepasst“, teilt Vorsitzender Martin Hörster mit.

wn

Aufgrund der Corona-Pandemie hat die Ascheberger Tafel vor einem Monat die Ausgabe ausgesetzt. Zum 7. Mai soll sie wieder geöffnet werden, aber der besonderen Situation angepasst, teilt Vorsitzender Martin Hörster mit.

Damit es mit der Tafel weiter gehen kann benötigen sie zwingende Schutzmechanismen: Die Abgabe der Lebensmittel wird wie zuletzt auch in Ascheberg über das Fenster oder in Herbern über die Türe erfolgen. Alle Helfer werden eine Nasen-Mund-Maske tragen. Und die Tafel erwartet von allen Tafelkunden, dies auch zu tun. Dazu sind die Tafelkunden aufgefordert, im äußeren Wartebereich den erforderlichen Abstand von zwei Metern zu jedem anderen Tafelkunden halten. Wer der krank ist, muss zu Hause bleibt. In diesem Fall händiget die Tafel die Lebensmittel dann auch einem Bevollmächtigten aus.

Nasen-Mund-Masken sind ein Muss

Die Nasen-Mund-Masken für die Helfer werden von einigen fleißigen Hände aus dem Kreis der Helfer selbst erstellen. Sie werden personalisiert sein, sind kochfest und werden in ausreichender Menge zur Verfügung stehen. Zusätzliche Abtrennungen aus Plexiglas werden während der Ausgabe sowohl die Tafelkunden als auch -team vor Aerosolpartikeln schützen.

Im Fahrzeug sind sowohl Oberflächen- als auch Handdesinfektionsmittel vorhanden. Damit kann auch ohne fließendes Wasser die erforderliche Hand- und Oberflächenhygiene gewährleistet werden.

Neben dem Tragen von Nasen-Mund-Masken ist das Tragen von Handschuhen für die Helfer ebenso obligatorische wie das regelmäßige Reinigen der Arbeitsoberflächen und die Handhygiene.

Gibt es genug Lebensmittelzuwendungen?

„Eine spannende Frage wird auch sein, ob wir zur Wiederaufnahme unserer Arbeit die erforderlichen Lebensmittelzuwendungen erhalten“, erklärt Hörster. „Als Tafel nehmen wir für Produktion und Handel wertlos gewordene Lebensmittel auf und verteilen diese an Bedürftige. In normalen Zeiten schaffen wir damit einen bescheidenen Freiraum der sonst knappen finanziellen Mittel. In der Corona Zeit stellt sich diese Situation anders dar: Viele Produkte des Standardsortimentes eines Lebensmittelmarktes waren über Wochen nicht mehr zu haben. Bestenfalls gab es noch einige Artikel aus höherpreisigen Segmenten. Auch Sonderangebote für Artikel des alltäglichen Lebens hielten sich in Grenzen. Eine Familie, deren finanziellen Mittel stark begrenzt sind und deren letzte Reserve, die Lebensmittel der Tafel, nun nicht mehr zur Verfügung steht, bringt eine solche Situation an die Grenzen des Machbaren. Deshalb ist es so wichtig, dass die Tafel ihre Arbeit sobald eben möglich wieder aufnimmt.“

Geldspenden sind erwünscht

Aufgrund dieser besonderen Situation bittet die Tafel auch um Geldspenden, um eben solche Lebensmittel, die in den vergangenen Wochen nicht oder nur bedingt zum Kauf standen, kaufen zu können, um sie an Bedürftige weiter zu geben.

Mit dem Zusatz im Verwendungszweck „Lebensmittelkauf“ kann der Spender dokumentieren, dass diese Zuwendung genau hierfür genutzt wird. So eine Zuwendung ist steuerlich anrechenbar. Die Spendenkonten sind auf der Homepage zu finden.

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