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Fachleute zeigen den Umgang mit Sets

Tafel testet die ehrenamtlichen Helfer einmal in der Woche

Ascheberg

Ihre Arbeit ist wichtiger denn je. Aber auch den Tafelhelfern in Ascheberg droht eine Ansteckung mit dem Corona-Virus. Zum Hygienepaket gehören nun auch regelmäßige Tipps der Helfer.

Theo Heitbaum

Dr. Rüdiger Vogt und Glanda Stenkamp erklärten den Mitarbeitern der Ascheberger Tafel, was beim Testen zu berücksichtigen ist. Foto: Theo Heitbaum

„Es würden weiterhin mehr Lebensmittel vernichtet, wenn wir sie nicht verteilen würden. Unsere Kunden sind gerade in der Pandemie auf diese Hilfen angewiesen, denn Corona kostet auch ihnen Geld.“ Für Martin Hörster, Vorsitzender der Ascheberger Tafel, hat sich an den Grundvoraussetzungen durch das Corona-Virus nur wenig geändert. Und doch ist auf der Prioritätenliste der Tafelhelfer eins nach ganz oben gerückt: Der Erhalt der eigene Gesundheit. „Wir tun alles, was möglich ist, um die Helfer zu schützen“, erklärt Hörster. Deswegen waren jetzt Dr. Rüdiger Vogt und Glanda Stenkamp in den Tafelräumen. Sie erklärten den Umgang mit Schnelltests.

„Wir haben im Grunde zwei Helfergruppen. Eine Gruppe arbeitet montags und mittwochs, die andere Gruppe donnerstags. Wir führen in jeder Gruppe einmal die Woche Schnelltests durch“, berichtet Hörster. Bisher seien die von Mitarbeiterin Anne Schlüter vorgenommen worden. Nach dem kleinen Lehrgang in dieser Woche steht dafür künftig ein fünfköpfiges Team bereit. Das Testen wird also schneller gehen. Die Helfer werden damit betrieblich Beschäftigen gleichgestellt.

Die Tafel arbeitet nach einem Hygienekonzept, dass mit der Ausgabe durch ein Fenster die Kunden draußen hält. „Bevor sie etwas in die Hand nehmen, müssen sie die Hände desinfizieren“, berichtet Hörster. An dem Punkt ist der Vorsitzende rigoros: „Wir können die Mitarbeiter nur schützen, wenn sich alle an die Regeln halten.“ Für die Kontaktverfolgung nimmt die Ascheberger Tafel an der Luca-App teil. Dazu ist in den Räumen ein Ventilator aufgestellt worden. Zusammen mit drei Hepa-Filtern bewegt und reinigt die Konstruktion die Luft.

Hörster ist froh, dass „bisher alles gut gegangen ist“. Bis auf zwei Mitarbeiterinnen, die sich zur eigenen Sicherheit zurückgezogen hätten („Ich habe dafür volles Verständnis“), seien alle Helfer weiter an Bord.

Ausreichend Tests für die Mitarbeiter hat Hörster über eine Stiftung organisiert. Der Vorsitzende steht klar zu den Tests: „Das darf keine Frage des Geldes sein, denn es erhöht die relative Sicherheit der Mitarbeiter.“ Dazu passt auch der kleine Lehrgang, der das sichere Anwenden der Tests zeigte.

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