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„Tod unterm Kirchturm“: Krimi von Helga Streffing spielt wieder in der Region

Tatort: Östliches Münsterland

Ascheberg/Drensteinfurt

Die Region zwischen Ascheberg und Drensteinfurt sowie das Lokalkolorit der Dörfer im östlichen Münsterland hat Helga Streffing in ihrem neusten Kriminalroman verarbeitet. „Tod unterm Kirchturm“ spielt allerdings in dem frei erfunden Ort „Altkirchen“.

Helga Streffing war mit ihrer Freundin aus Ascheberg in der Region unterwegs, um Schauplätze für ihren neuesten Roman zu finden. Foto: privat

Das östliche Münsterland und die Region zwischen Ascheberg und Drensteinfurt reizt die Krimi-Autorin Helga Streffing sehr. Denn auch wenn die Orte in ihren Münsterland-Krimis zumeist fiktive Namen tragen, hat sich die Autorin im Zuge ihrer Recherchen oft in hiesige Dörfer begeben, um dort das so typische Lokalkolorit einzufangen.

So auch für ihr neuestes Werk – dem achten Münsterland-Krimi mit dem Titel „Tod unterm Kirchturm“ – der wahrscheinlich letzte Band der erfolgreichen Buch-Reihe.

Recherche zwischen Ascheberg und Drensteinfurt

Bereits im vergangenen Sommer begab sich Streffing, die noch heute Verwandtschaft in Herbern hat und dort viel Zeit ihrer Jugend verbracht hat, mit einer befreundeten Aschebergerin auf eine Radtour nach Drensteinfurt, um für ihren neusten Roman einige Schauplätze zu besichtigen. „In einem kleinen Notizbuch schreibe ich mir immer einige Infos auf, die ich in den Schreibprozess dann mit einfließen lasse“, erklärt die Autorin. Das neueste und kürzlich erschienene Werk „Tod unterm Kirchturm“ hat Streffing dann in der Corona-Zeit – maßgeblich im Lockdown im vergangenen Winter – verfasst.

Der Kriminalroman spielt in dem frei erfundenen Ort „Altkirchen“, einem Dorf, das typisch für das Münsterland ist. Diesmal rückt die Autorin das Umfeld von Kirche und Pfarrhaus in den Mittelpunkt des Geschehens ihres Buches.

Dramatische Ereignisse

Die Protagonistin Hannah Schmielink ist mit ihrer Familie frisch in den Ort gezogen. Alsbald geraten sowohl sie als auch ihr Mann Jan und seine Kollegen von der Kripo Münster in den Strudel dramatischer Ereignisse.

In der katholischen Kirchengemeinde von Altkirchen herrscht pure Aufregung: Der neue, erzkonservative Pastor vergrault ein Gemeindemitglied nach dem anderen. Das Bistum plant, die Pfarrkirche abzureißen, und die Pfarrsekretärin stirbt unter mysteriösen Umständen.

„Darüber hinaus verunsichert auch noch eine Serie von Brandanschlägen den gesamten Ort, der unter der Gluthitze des Sommers leidet“, verrät Streffing einige weitere Details. Hat jemand die Gemeinde im Visier? Will der Täter alte Rechnungen begleichen, ein Verbrechen vertuschen, oder geht es um etwas ganz anderes?

Bezug zu kirchlichem Kontext

Hannah, die nach ihrem Umzug eigentlich nur ein paar neue Kontakte suchte, wird schlagartig klar, dass sie die Hauptverdächtigen vermutlich kennt. Trotzdem hört sie nicht auf die eindringlichen Warnungen ihres Mannes Jan, Hauptkommissar bei der Kripo Münster. Mehr und mehr nimmt sie Personen und Ereignisse in ihrem täglichen Leben in den Blick. Bis sie schließlich selbst ernsthaft in Gefahr gerät.

Besonders aktuell ist der Bezug zu einem kirchlichen Kontext in dem Menschen unter den verkrusteten Strukturen leiden. „Inmitten der Dynamik und aller psychologischen Verstrickung bietet das liebevoll nachgezeichnete östliche Münsterland eine wunderbare Kulisse“, macht die Autorin auf ihr neuestes Werk, das nun im Dialogverlag erschienen ist, aufmerksam.

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