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Branchenriese entdeckt Gewerbegebiet Nord für sich

Telekom bietet Glasfaser an

Ascheberg

Die Gemeinde Ascheberg gehört zu den wenigen Kommunen, in denen allen Interessenten der Anschluss an ein Glasfasernetz angeboten worden ist. In der durchaus wechselvollen Geschichte des Breitbandausbaus spielte der Branchenriese kaum eine Rolle. Bis jetzt.

-hbm-

Die Glasfaser-Geschichte in der Gemeinde Ascheberg ist bisher weitgehend ohne den Branchenriesen geschrieben worden. Jetzt wird aber auch die Telekom aktiver. Sie bietet im Gewerbegebiet Nord einen alternativen Glasfaseranschluss an. Foto: Theo Heitbaum

Die Gemeinde Ascheberg gehört zu den wenigen Kommunen, in denen allen Interessenten der Anschluss an ein Glasfasernetz angeboten worden ist. In der durchaus wechselvollen Geschichte des Breitbandausbaus spielte der Branchenriese kaum eine Rolle. Die Telekom überließ das Feld den Mitbewerbern. Damit scheint nun Schluss zu sein.

Im Gewerbegebiet Nord haben 40 Betriebe Post bekommen, in der ihnen ein Telekom-Glasfaseranschluss angeboten wird. In einer Mitteilung heißt es: „Rund 40 Unternehmen erhalten die Chance, sich kostenlos ans Gigabit-Hochgeschwindigkeitsnetz der Telekom anschließen zu lassen. Wenn sich bis zum 10. Oktober mindestens 30 Prozent der dort ansässigen Firmen für einen Glasfaseranschluss der Telekom entscheiden, wird das Gewerbegebiet ausgebaut. Die Firmen erhalten den Einbau des Gigabit-Anschlusses ohne zusätzliche Kosten.“

Wenn sich also zwölf Firmen für den Anschluss entscheiden würden, verlege die Telekom rund drei Kilometer Glasfaser, um die Unternehmensstandorte direkt an das Glasfaser-Netz anzubinden. Dabei sollen beim Gewerbegebietsausbau in Ascheberg unter anderem auch alternative Verlegeverfahren eingesetzt werden. Sie seien zeitsparend, nachhaltig und kosteneffizient im Ausbau, führten zu kürzeren Bauzeiten und somit weniger Belastungen für die Anwohner.

Das Angebot, so Telekom-Pressesprecher Georg von Wagner, sei im Haus ein natürlicher Vorgang, der ohne staatliche Fördermittel auskommen. Seit Jahr und Tag gehöre er zu den Kernkompetenzen der Telekom. Alle ein, zwei Monate nehme das Unternehmen sich etwa 100 Gewerbegebiete in Deutschland vor. Dort, wo die Mindestquote an Anschlüssen erzielt werde, gebe es eine Glasfaseranbindung.

Glasfaserausbau in Ascheberg

Jürgen Fuchs, der mit seinem IT-Unternehmen in dem Bereich zu Hause ist, hat schon einen Vertrag unterschrieben und so sein Interesse bekundet: „Wir haben neben dem Glasfaseranschluss noch einen Telekom-Anschluss als Backup. Den kann ich nun günstig von Kupfer zu Glasfaser updaten.“

Garantien für den Ausbau in weiteren Wohn- und Gewerbegebieten gibt der Telekom-Sprecher nicht. In Ascheberg sind im Baugebiet Königsallee zwei Glasfasernetze verlegt worden (Unitymedia/Telekom). „Am Breilbusch haben wir Vodafone mit Mühe überreden können, den Glasfaseranschluss zu verlegen. Die Telekom habe kein Interesse gehabt. Da hört sich Sprecher von Wagner anders an: „Wenn es neue Bau- und Wohngebiete gibt und der Bauträger uns auffordert, werden wir ein Angebot abgeben. Erkennen wir unabhängig davon für uns Potenzial in einem Gebiet, werden wir ein Angebot auch ohne Anfrage machen.“

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