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Öffentlichkeit ausgeschlossen

Tochter sagt aus

Ascheberg/Münster

Wie erwartet hat das Landgericht Münster am Donnerstag die Öffentlichkeit vom Prozess wegen schweren Kindesmissbrauchs für die Zeit der Zeugenaussage des mutmaßlichen Opfers ausgeschlossen.

Klaus Möllers

Der Eingang am Donnerstag am Landgericht in Münster.Foto: Friso Gentsch dpa/lnw +++(c) dpa - Bildfunk+++ Foto: Friso Gentsch

Wie erwartet hat das Landgericht Münster am Donnerstag die Öffentlichkeit vom Prozess wegen schweren Kindesmissbrauchs für die Zeit der Zeugenaussage des mutmaßlichen Opfers ausgeschlossen. Die heute 20-Jährige bekräftigte, dass sie gegen ihren Vater aussagen wolle.

Die 20-Jährige tritt auch als Nebenklägerin im Verfahren auf. Beteiligt sind ferner eine Psychiaterin, die die Schuldfähigkeit des 58 Jahre alten Angeklagten bewertet, weil dieser im Tatzeitraum viel Alkohol konsumiert haben soll sowie eine Gutachterin, die die Glaubwürdigkeit der Tochter einschätzt.

Die Nebenklägerin ist nach eigenen Angaben in der Zeit von 2007 bis 2015 etwa 60 Mal von ihrem Vater sexuell missbraucht worden. Davon zehn Mal auf eine Weise, die rechtlich als Vergewaltigung gilt. Der Mann bestreitet die Vorwürfe. Beim Prozessauftakt war ein Audio-Mitschnitt vom Handy der Tochter abgespielt worden, in dem der Missbrauch im Gespräch zwischen ihr und ihrem Vater Thema gewesen sein soll. Der Angeklagte erklärte dazu, er habe seine Tochter „geküsst und versucht, sie in den Arm zu nehmen“. Sein Verhalten in dem Moment sei „dumm“ gewesen. Darüber hinaus sehe er es aber als „absolut legitim“ an, dass er Zeit mit seinen Kindern verbringe.

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