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Zaun zerstört und Areal vermüllt

Vandalismus am Burgturm

Davensberg

Vandalismus am Burgturm, der Heimatverein ist richtig sauer. Der Schaden beträgt einige Hundert Euro und mehr.

Theo Heitbaum

Vandalismus am Burgturm Foto: Theo Heitbaum

Anneliese Buntrock ist empört: Vandalen haben in der Nacht zum Samstag am Davensberger Burgturm gewütet: Dass die Gruppe, die sich im Schutz der Bäume dort getroffen hat, ihren Müll nicht mitgenommen sondern auf dem Gelände verstreut hat, ist das geringste Übel. Die Bretter, die das Areal neben dem alten Gemäuer abgrenzen, sind zum Teil zerstört. Pfosten wurden mitsamt ihres Fundamentes aus der Erde gehoben. „Nachbarn haben berichtet, dass es dort an dem Abend laut war“, berichtet Buntrock. Ein junger Davensberger, der nachschauen wollte, ob sich dort Davensberger treffen, sei über den Lärm erschrocken gewesen, habe sich nicht getraut nach oben zu gehen und sei nach Hause gefahren. „Er hat dann bei mir angerufen“, berichtet Buntrock, die mit der Dorfjugend Verabredungen getroffen hat, sodass die Davensberger das Gelände zwar nutzen, aber für Sauberkeit sorgen. Deswegen vermutet die Chefin des Heimatvereins, für den sie sich um das Gelände kümmert, auch Vandalen von außerhalb, die ihr Unwesen getrieben haben. Pizzakartons und Styroporessschalen blieben zurück und deuten nicht auf Davensberg hin.

Die Polizei hat die Schäden aufgenommen und eine Anzeige verfasst. Zeugen werden gebeten sich bei der Dienststelle in Lüdinghausen zu melden (Tel.: 02591/ 7230). Während die Streifenbeamten sich auch die Aufnahme der Anzeigen und das Auswerten der Spuren beschränken, könnte als Kontrolle der Bezirksbeamte den Bereich genauer ansehen, erklärte Polizeisprecherin Britta Venker im WN-Gespräch.

Der materielle Schaden wird auf rund 600 Euro beziffert. „Ich muss mal mit der Gemeinde reden“, hofft Buntrock auf Hilfe aus dem Rathaus. Sie denkt auch über einen stabileren und höheren Zaun nach. Darunter würde aber das Gesamtbild leiden. Schließlich wird die sichtgeschützte Fläche nicht nur abends von eher jüngeren Gruppen genutzt, sondern bei Hochzeiten, die im Burgturm stattgefunden haben, als Bereich für den ersten Sekt nach dem Ja-Wort.

In diesem Jahr ist es wegen der Corona-Krise im Burgturm ruhig, was Heiraten und Führungen angeht. Das Drumherum muss trotzdem gepflegt werden. Vandalismus zerstört nicht nur Zäune, sondern wird von den Ehrenamtlichen auch als Schlag in Gesicht wahrgenommen.

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