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Radweg an der K2: Baubeginn für Ende des Jahres geplant

Verzögerung wegen fehlender Fachkräfte

Ottmarsbocholt

Gegen Ende des Jahres soll mit dem Bau des Radweges an der K 2 südlich der B 58 Richtung Nordkirchen begonnen werden.

Von Ulrich Reismannund

Gegen Ende des Jahres soll mit dem Bau des Radweges an der K 2 südlich der B 58 Richtung Nordkirchen begonnen werden. Foto: Reismann

Die Anlieger warten schon seit Jahren darauf, nun soll es endlich was werden: „Geplanter Baubeginn“ des Radweges an der K 2 südlich der B 58 in Richtung Nordkirchen „ist gegen Ende des Jahres“. Das teilte der Kreis Coesfeld auf Anfrage unserer Zeitung mit. Zuvor war dieses Thema im Bezirksausschuss zur Sprache gekommen, wo der stellvertretende Fachbereichsleiter im Sendener Rathaus, Klaus Mende, auf die Ursachen einging, weshalb die Realisierung dieses Projekts sich dermaßen in die Länge zieht. „Das Problem ist nicht, dass die beim Kreis nicht wollen“. Das Problem sei vielmehr – wie überall – der Fachkräftemangel: Qualifizierte Ingenieure zu bekommen, „die solche Maßnahmen umsetzen können. Eine Stelle ist bereits viermal ausgeschrieben worden“, beschrieb Mende das Dilemma.

Weiterer Radweg „unverzichtbar“

Für die Kommunalpolitiker war jedoch klar, dass es bei dem Südabschnitt nicht bleiben dürfe. Auch nördlich der B 58 bis nach Ottmarsbocholt sei ein separater Radweg zum Schutz der Radfahrer „unverzichtbar“, betonte der Ausschussvorsitzende Patrick Alfs (CDU). Jedoch ist ein Bau in diesem Bereich derzeit nicht in Sicht. „Der Nordabschnitt befindet sich aktuell nicht in der Prioritätenliste“, lautet die Auskunft der Pressestelle des Kreises. Und wie Klaus Mende im Bezirksausschuss mitgeteilt hatte, bestehe nach Angaben des Kreises derzeit auch keine Aussicht darauf, dass sich daran etwas ändert und diese Maßnahme womöglich vorgezogen wird.

Pendler wollen Zeit sparen

Darauf hatte die CDU gehofft, als sie im Frühjahr aus eigener Initiative Gespräche mit den betroffenen Grundstückseigentümern führte, um eine erste, wichtige Voraussetzung zu erfüllen, damit man eventuell vorgezogen werden kann, wenn anderswo Projekte wegen Schwierigkeiten beim Grundstückserwerb stocken. „Alle haben ohne Ausnahme ihre Bereitschaft erklärt, in Verkaufsgespräche zu treten“, fasste Patrick Alfs das Ergebnis zusammen. Wenn diese Vorarbeit nun aber die Chancen für das Projekt nicht verbessere, so liege das nach Einschätzung von Klaus Mende daran, dass der Kreis sein zur Verfügung stehendes Budget „gleichmäßig über das Kreisgebiet verteilen muss“ und nicht Senden ein überproportional großes Stück vom Kuchen geben könne. Trotzdem sei es aber „natürlich immer gut, wenn Anwohner Interesse an einer Zusammenarbeit signalisieren“, betonte die Pressestelle des Kreises. Dass sich die CDU weiter „hartnäckig“ für den Weiterbau einsetzen werde, bekräftige Patrick Alfs. Die bestehende Radwegeverbindung über die Brakelstraße stelle keine ausreichende Alternative dar, weil sie spürbar länger sei. „Vor allem Pendler wollen Zeit sparen und nehmen deshalb den kürzesten Weg“.

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