1. www.wn.de
  2. >
  3. Münsterland
  4. >
  5. Ascheberg
  6. >
  7. Waldjugendspiele enden vorzeitig

  8. >

Erstmals Kapitulation vor dem Wetter

Waldjugendspiele enden vorzeitig

Davensberg

Bei den Waldjugendspielen gingen sechs Klassen an den Start. Doch heftiger Regen führte dazu, dass fünf von ihnen die Route ungefähr nach der Hälfte beendeten und den Rückweg antraten. Erstmals seit neun Jahren spielte das Wetter nicht mit.

Dietrich Harhues

Der Regen setzte den Teilnehmern arg zu, so dass nur eine Klasse sämtliche Aufgaben beendete. Foto: di

Es gibt kein schlechtes Wetter, nur schlechte Kleidung. Dieser Leitspruch aller Draußen-Fans stieß bei der neunten Auflage der Waldjugendspiele an seine Grenzen. Denn die Kapriolen von „Petrus“ waren so heftig, dass der Unterricht im Wald nach etwa der Hälfte der Stationen abgebrochen wurde. Erstmals. „Das ist schade“, seufzte Claus Zobel, als Schulklassen auf dem Hof Schulze Hobbeling den Rückweg antraten. Für Zobel, Vorsitzender des Hegerings Ascheberg, gehört dieses Risiko bei Open-Air-Veranstaltungen aber nun mal dazu.

Vergeblich war der Einsatz der Helfer aus dem Kreis der Hegeringe Ascheberg und Rinkerode aber keineswegs. Denn mit acht von 17 Stationen hatten die Viertklässler – drei Klassen der Lambertus-Schule aus Ascheberg, eine aus Davensberg und zwei Klassen aus Rinkerode – schon einige teils knifflige Aufgaben zu lösen. „Wir kennen den Wald, aber so macht es mehr Spaß“, fasst Jette aus Davensberg die Stimmung zusammen. Sie gehörte zu der einzigen Klasse, die trocken bis zur Grillwurst-Pause auf dem Hof Schulze Hobbeling gelangt war – und deshalb den Parcours auch zu Ende führte. Der Regen störe nur „ein bisschen“, beteuerte Noah aus dem vierten Jahrgang in Davensberg.

Seine Sachkundelehrerin Kerstin Kaemper hatte Wanderschuhe geschnürt und trotzte den weiteren Schauern. Was sich aus ihrer Sicht lohnte. Denn: „Die Schüler lernen den Wald unter vielfältigen Aspekten kennen“, würdigte sie die „gute Aktion“ von Waldpädagogin Carmen Irmen und ihren Mitstreitern.

Im „Lernort Natur“ gab es für die Grundschüler viel zu erkennen und zu begreifen: von den präparierten Tieren in der rollenden Waldschule bis zu Baumarten und deren Merkmalen. Dass dabei ein leibhaftiger Frosch die Route querte, passte zum Wetter, das dieser wohl genoss.

Startseite
ANZEIGE