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Heimatverein stellt Pflanzen vor

Wanderers Klopapier

Herbern

Wie kleine Löwenzahnblüten leuchten jetzt die Köpfe des Huflattichs in Gräben, an Wegrändern und Waldrändern und auf Brachflächen.

wn

Beim Huflattich sind die Blüten vor den Blättern an. Seine Wirkstoffe werden gegen Husten eingesetzt. Foto: Budde/HV Herbern

Wie kleine Löwenzahnblüten leuchten jetzt die Köpfe des Huflattichs in Gräben, an Wegrändern und Waldrändern und auf Brachflächen. Die Blüten erscheinen lange bevor die Blätter sich entwickeln. „Filius ante patrem“, so Edith Budde vom Heimatverein Herbern, nannte man im Mittelalter deshalb den Huflattich, der Sohn vor dem Vater. Erst nach dem Verblühen erscheinen die herz- bis hufförmigen, handtellergroßen Blätter, die ihm den Namen gegeben haben. Die samtene Unterseite der Blätter bescherte der Pflanze auch noch eine andere Bezeichnung: Wanderers Klopapier.

Huflattich (Tussilago farfara) spielte in der Volksmedizin von alters her eine große Rolle. Der lateinische Name „tussilago“ verrät, welche Wirkung dem Huflattich als Heilpflanze zugeschrieben wurde: „Tussis“ bedeutet Husten, und „ago“: ich vertreibe. Viele Hustentees, Halspastillen und Rachenbonbons enthalten heute noch seine Wirkstoffe. Dazu sammelt man die Blätter von Mai bis Juli.

Die Blüten duften leicht nach Honig. Für Bienen und andere Insekten ist der Huflattich als frühe Nahrungsquelle sehr wichtig. Nach der Befruchtung der Blüten erscheint die für Korbblütler typische Pusteblume. Die weißen Samenstände sind eine willkommene Nahrung für Vögel und Käfer.

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