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Tauschtag meldet sich zurück

Waren weitergeben und nicht entsorgen

Ascheberg

Auch wenn am Ende der Zuspruch nicht ganz so groß war wie gewohnt – die Organisatoren des 46. Warentauschtages zeigten sich zufrieden mit dem Ergebnis.

Tina Nitsche

Das Angebot beim 46. Warentauschtag war breit gefächert. Foto: Tina Nitsche

Ja, diese Corona Zeit. Sie stellt das Leben auf den Kopf. Was also tun, wenn viele Dinge einfach nicht mehr möglich sind? „Ausmisten und zwar richtig“, sagt Anita Schmidt. Sie hat es getan und viele schöne Dinge am Samstag zum 46. Warentauschtag gebracht. Noch mehr hat sie sich gefreut, dass viele ihrer Sachen den Besitzer wechselten. Und das, obwohl bei der 46. Auflage auch so einiges anders war. Das diensthabende Team, Maria Schulte Loh, Hildegard Kuhlmann, Ludger Wobbe, Bernhard Pettentrup, Karoline Stermann, Maxi Sandhowe, Maria und Volker Rademacher, hatte alle Hände voll zu tun. Denn die Traditionsveranstaltung, die im Frühjahr Corona bedingt ausgefallen ist, fand nun unter den nötigen Bedingungen statt. Und das stellte das Team vor zusätzliche Herausforderungen. „Aber, die Besucher, die gekommen sind, haben sich vorbildlich an die Auflagen gehalten. Masken wurden getragen, Abstände eingehalten“, zollten Karoline Stermann und Maria Rademacher den Teilnehmern ein großes Lob.

„Klar ist es nun anders, aber wir sind froh, dass der Tauschtag wenigstens stattfinden darf, denn man hat die Frühjahrsauflage ja schon vermisst“, verriet eine Besucherin und durchforstete einen Karton mit Büchern. Eine andere Besucherin lobte den Warentauschtag als Projekt der Nachhaltigkeit: „Hier wird die Möglichkeit geboten, gut erhaltene Artikel weitergeben zu können, anstatt sie zu entsorgen.“ Das Angebot war breitgefächert. Von Dekoartikeln, über Spielzeug, Elektrowaren, Lampen, CDs und Weihnachtsdeko war alles vorhanden. „Hier“, präsentierte die kleine Mia ihre neuesten Errungenschaften. Ein Fernrohr, Hör-CDs und ein kleiner Leuchtturm befanden sich in ihrer Tasche. Gemeinsam mit Mama Heike und Bruder Lias begutachtete sie eine Spielküche. Ihr kleiner Bruder erprobte unterdessen einen Hochstuhl. Fachmännische Beratungen gab es vom Team gratis dazu. Für die kleine Familie hatte sich der Besuch auf jeden Fall gelohnt. Wie für manch anderen auch. Dennoch klafften eine halbe Stunde nach dem Start, längst nicht so viele Lücken auf dem Boden unter dem Profilschulabdach wie sonst. „Da wartet eine Menge Arbeit auf uns“, waren sich Schulte-Loh und Kuhlmann sicher. Wie gut, dass sie da mit Volker Rademacher einen neuen Mann in ihren Reihen hatten, der unermüdlich zupackte und so manche Fahrt zum Bauhof übernahm, wo die Dinge, die keinen neuen Besitzer fanden, fachmännisch entsorgt wurden. Warum nicht soviel los war, wie sonst, darüber konnten die Veranstalter, CDU und JU, nur Mutmaßungen anstellen. „Diese Corona-Zeit hält wahrscheinlich so manchen von einem Besuch ab“, mutmaßte Schulte-Loh.

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