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Weihnachtliches Willkommen

Großes Backen mit ukrainischen Frauen

Davensberg

Bei einem „Großen Backen“ im Davensberger Pfarrheim haben ukrainische Frauen auch den Duft von Gemeinschaft und Willkommen geschnuppert. Die vielen Weihnachtskekse, die mit Liebe und Sorgfalt gebacken wurden, sollen einem guten Zweck zugutekommen.

Von Tina Nitsche

Arbeitsteilung beim großen Backen im Davensberger Pfarrheim: Während die einen den Teig ausstechen, kümmern sich die Anderen um die Verzierung des Gebäcks. Foto: Tina Ntische

Der Duft frisch gebackener Plätzchen liegt in der Luft und breitet sich schnell im Pfarrheim St. Anna aus. Der Ofen in der angrenzenden Küche läuft auf Hochtouren. Und der große Raum im Pfarrheim selbst hat sich in eine Backstube verwandelt. Backzutaten dominieren die Tische, einige ukrainische Frauen walzen Teig aus. Wenig später drücken sich Backformen in die goldgelbe Masse. Die Motive muten weihnachtlich an. Und die Bäckerinnen selbst betreten in einer besonderen Weise Neuland.

„In der Ukraine wird die Adventszeit nicht so zelebriert, wie hier in Deutschland“, verrät Olivia Brandt, eine der engagierten Flüchtlingshelferinnen bei der Ukraine-Hilfe Davensberg. Sie selbst stammt gebürtig aus Russland und beherrscht die Sprache, ebenso wie Natalia Sonnenfeld, die seit 20 Jahren in Deutschland ist. Beide fungieren als sprachliches Bindeglied innerhalb der Ukraine-Hilfe und gehören überdies auch zum Café-Team. Ebenso wie Maria Hackmann und Nicole Röhl, deren Mann Frank-Jürgen einer der Koordinatoren der Urkaine-Hilfe Davensberg ist.

Café „Pfarrheim Davensberg“

Während Natalia mal beim Ausstechen, mal beim Verzieren hilft, und sich in der Landessprache mit den Frauen unterhält, hat Maria Hackmann und Nicole Röhl die Küche und hier vornehmlich den Ofen im Blick. Währenddessen erzählt sie, dass sich die Ukraine-Hilfe zwei Mal im Monat im Café „Pfarrheim Davensberg“ trifft. „Immer im Wechsel mit Ascheberg, wo Jan Szramik die Ukraine-Hilfe koordiniert“, so Hackmann. Unterdessen ist eine Fuhre Kekse fertig gebacken, die Olivia Brandt aus dem Ofen befördert hat, um unmittelbar danach weitere Bleche mit ausgestochenen Keksen in die Wärme zu schicken. Auf die Frage hin, ob es sich um einen landestypischen Teig handele, schüttelt sie lächelnd den Kopf. „Nein, das ist ein Teig aus typisch deutschen Zutaten.“

Während sie vorsichtig bunt verzierte Tannenbaum- und Engel-Kekse zum Auskühlen vom Blech nimmt, bedankt sie sich im Namen aller noch einmal ausdrücklich. Denn „das große Backen“ ist dank der Idee von Andrea Schubert (Ascheberg Marketing) und unzähliger Zutaten-Spenden von Mitarbeitern aus dem Ascheberger Rathaus und Ascheberg Marketing sowie von ehrenamtlichen Mitgliedern von „Eine Gemeinde liest“ ermöglicht worden. „Das ist alles andere als selbstverständlich und schau nur, wie glücklich die Frauen bei der Arbeit sind.“ Klar bringt Brandt zum Ausdruck, dass der Aktion „das große Backen“ zudem eine viel größere Bedeutung zukommt. Denn die Aktion, so Oliva Brandt, habe nicht nur für ein unglaubliches Gemeinschaftsgefühl gesorgt, sondern auch dafür, dass die ukrainischen Frauen und Kinder eine schöne deutsche weihnachtliche Tradition kennengelernt haben.

Weihnachtskeks für den guten Zweck

Die vielen Weihnachtskekse, die beim „Großen Backen“ entstanden sind, will die Ukraine-Hilfe Davensberg dann unter anderem am kommenden Donnerstag (8. Dezember) bei der winterlichen Auflage von „Ascheberg trifft sich“ verkaufen. „Dieses Geld, soll dann ebenso wie der Erlös aus unzähligen anderen Aktionen in die Anschaffung eines Einsatzfahrzeuges für humanitäre Zwecke fließen, das dann im Charkiw-Gebiet unterwegs ist. Einem Gebiet aus dem viele ukrainische Flüchtlinge hier kommen“, berichtet Olivia Brandt abschließend.

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