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Rüschenschmidts gehören zum Team

Wenn der Vater mit der Tochter im Senegal hilft

Ascheberg

Der Vater mit dem Sohne – diesen Klassiker haben die Rüschenschmidts vor einem Jahr geschrieben. Jetzt legen die Senegalhelfer vom Dieningholt nach: Vater und Tochter starten Freitag nach Südafrika.

Theo Heitbaum

Katrin und Norbert Rüschenschmidt aus Ascheberg gehören zum 17-köpfigen Team des Vereins O.N.G. Hilfe für den Senegal, das am Freitag nach Westafrika fliegt. Foto: Theo Heitbaum

Der Vater mit dem Sohne – diesen Klassiker haben die Rüschenschmidts vor einem Jahr geschrieben. Vater Norbert und Sohn Jonas reisten gemeinsam zu einem Hilfseinsatz in den Senegal. Ab Freitag wird das nächste Kapitel ins Familien- und Vereinsbuch geschrieben. Dieses Mal begleitet Tochter Katrin in einem 17-köpfigen Hilfsteam der O.N.G. Hilfe für Senegal nach Westafrika. „Ich bin total gespannt und freue mich darauf“, blickt die Aschebergerin auf die 14 Tage in Thies und Umgebung. Angst kennt die Premierenhelferin nicht, Respekt spürt sie aber.

Vater Norbert Rüschenschmidt packt in dieser Woche zum neunten Mal seinen Koffer für einen Hilfseinsatz im Senegal: „Bei allen Problemen, die wir hier haben und die öffentlich heiß diskutiert werden, kommt man im Senegal runter. Dort geht es für die Menschen ums Überleben“, berichtet der aktuelle Regent der Ascheberger Bürgerschützen. Fraglos sind die Geschichten der geerdeten Rückkehr aus einer armen Welt am Küchentisch im Dieningholt erzählt worden und bei den Kindern angekommen. „Ich wollte das selbst erleben und dabei sein“, hat Katrin Rüschenschmidt sich bereits vor zwei Jahren auf die Liste der Helfer setzen lassen. Dass es jetzt geklappt hat, freut die Aschebergerin, die den medizinischen Block mit einer ganzen Reihe an Impfterminen absolviert hat. Ganz besonders ist sie auf das Patenkind der Familie Rüschenschmidt gespannt: „Das kenne ich bisher nur von Bildern und aus Briefen. Ich würde es gerne treffen.“

Der Container mit Hilfsgütern ist bereits im Senegal angekommen. Die Helfer reisen am 6. März an und werden am 20. März zurückkehren. Auf dem Programm stehen die üblichen Aufgaben: Es wird kontrolliert wie die Dinge zur Selbsthilfe, die in den Vorjahren aufgebaut wurden, laufen. Notfalls wird repariert. Dazu gehören eine Photovoltaikanlage oder Räumlichkeiten für Hebammen. Es werden Klassenräume gebaut und Bäume gepflanzt, für die beim Lüdinghauser Stadtfest Geld zusammen gekommen ist. Zu verteilen sind auch Hilfspakete. Eins der Anliegen, das Leben nachhaltig verändern kann, ist der Einsatz einer Pumpe, mit der die Wasserversorgung in Babak nach 15 Jahren wieder über Leitungen ermöglicht werden soll. „Bisher gehen die Frauen morgens los, um Wasser zu holen. Sie sind fünf bis zehn Kilometer unterwegs und tragen die Behälter auf dem Kopf zurück in ihr Dorf“, berichtet Rüschenschmidt. Er interessiert sich auch dafür, wie die Handwerkerausbildung läuft: „Wir müssen dahin kommen, dass sie beispielsweise Rollstühle selbst reparieren und damit Geld in einer Werkstatt verdienen.“ Viel zu tun für Vater, Tochter und Co..

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