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Gelungene Premiere der Laienspielschar

Wenn die reiche Tante kommt . . .

Herbern

Mit der Komödie „Jens Petersen kriggt Besök“ von Claudia Freese hat sich nach drei Jahren Spielpause die Laienspielschar Herbern erfolgreich zurückgemeldet. Dem Premierenpublikum gefiel es sichtlich.

Von Isabel Schütte

Für Landwirt Jens Petersen (Kai Nienhaus) brechen unruhige Zeiten an, als sich unerwarteter Besuch aus England ankündigt. Foto: iss

Nach drei Jahren Spielpause ist die Laienspielschar Herbern mit der Komödie „Jens Petersen kriggt Besök“ von Claudia Freese aus dem Plausus Verlag wieder zurück auf den Bühnenbrettern. Die Premiere des plattdeutschen Theaterstücks in der neuen Gemeindehalle ist geglückt.

Jens Petersen (Kai Nienhaus), der typisch westfälische Bauer, der keine Ansprüche hat, nicht viel redet und sich auf seinem heruntergekommenen Hof eigentlich wohl fühlt, wird auf einmal Mittelpunkt der Dorfgemeinschaft. Als sich der Besuch seiner reichen Tante Ilse aus England ankündigt, muss der Bauernhof und vor allem Jens auf Vordermann gebracht werden. Denn schließlich ist die Tante Hotelmanagerin und Multimillionärin.

Die Bürgermeisterin erhofft sich, dass Ilse vielleicht auch in Herbern ein Hotel erbauen möchte. Es folgen Benimmkurse, ein neues Outfit – und am besten findet Jens so schnell wie möglich eine Frau.

Das Publikum hat am Premierentag langsam, aber sicher Fahrt aufgenommen. Kai Nienhaus brillierte in seiner Rolle als Landwirt, Mimik und Gestik waren fantastisch und authentisch. Aber auch Haushälterin Gertrud (Marion Kraß) fügte sich gut in ihre Rolle. Das junge Team mit Veronika Rupke (Tante Ilse aus England), Monika Voß (Postbotin Hanni Uhlenbusch), Peter Schulze Horn (Jürgen, bester Freund von Jens), Beate Feldkämper (Nachbarin Annalena) und Swantje Krampe Steden (Bürgermeisterin Wilhelmine Schulze Piepenbrink) haben in den Jahren zusammengefunden und der Zuschauer merkten sofort, dass das Zusammenspiel ihrer Rollen gut und überzeugend klappte. Das Chaos, das am Ende des Dreiakters dabei herauskam, war auf jeden Fall sehenswert und sehr amüsant.

Neue Bühnentechnik

Als Souffleur fungierten Manfred Neuhaus und Simon Wesselmann. Die Regie hatten Andreas Nienhaus und Carolin Frigge inne. Die Gesamtleitung oblag bei Paul Ophaus und Daniel Zimmermann.

Andreas Nienhaus sprach ein Lob über die neue Bühnentechnik der Aula aus, die bei den Laienspielern das erste Mal zum Einsatz gekommen ist. Obwohl man weniger Zeit zum Aufbauen hatte und die Proben nie richtig mit dem Bühnenbild abgehalten wurden, habe alles gut geklappt.

Weitere Vorstellungen sind am 6. Januar um 19 Uhr, 7. Januar um 17 Uhr, 8. Januar um 17 Uhr, 13. Januar um 19 Uhr und 14. Januar um 17 Uhr. Einige wenige Restkarten gibt es noch für die Freitagsvorstellungen am 6. und 13. Januar.

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