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Wohnbauplanung zwischen Häuslebauer-Ansturm und Investorensuche

Wer soll wo investieren?

Ascheberg

Die Grundstücke im Breilbusch für private Häuslebauer sind komplett vergeben. Offen ist dagegen, welche Investoren die fünf übrigen Grundstücke für Mehrfamilienhäuser erhalten. Auch über die Art des Wohnbaus muss noch entschieden werden. Denn bezahlbarer Wohnraum ist auch in Ascheberg knapp.

Von Beate Nießen

Während im Baugebiet Breilbusch die ersten Wohnhäuser entstehen, ist eine Vergabe der rund 20 Grundstücke im Areal „Bahnhofsgärten“ für den Herbst avisiert. Zudem steht die Entscheidung der Politik über acht städtische Grundstücke für eine Investorenbebauung aus: fünf davon im Breilbusch sowie drei am Windmühlenweg. Foto: ben

Das Schild mit der Aufschrift „Ausverkauft!“ hängt schon länger am Baugebiet Breilbusch. Aktuell sind die ersten vier Rohbauten auf dem Areal an der Nordkirchener Straße zu sehen. Insgesamt 42 private Bauinteressenten haben den Zuschlag für eines der begehrten Grundstücke erhalten. Offen ist dagegen nach wie vor, an welche Investoren die fünf übrigen Grundstücke gehen werden. Diese sind ausdrücklich für den Bau von Mehrfamilienhäusern mit jeweils bis zu sechs Wohnparteien ausgewiesen und liegen alle konzentriert um den dort ebenfalls geplanten Spielplatz.

Kriterienkatalog für Grundstücksvergabe wird erarbeitet

„Wir befinden uns noch mitten im Prozess“, sagt Gesche Ahmann, Fachgruppenleiterin Bauverwaltung, auf Nachfrage der WN und meint damit die Erarbeitung eines Kriterienkatalogs, anhand dessen der oder die Investoren ausgewählt werden sollen. Denn auch das sei noch nicht entschieden: „Gehen alle Grundstücke an einen Investor oder an verschiedene?“ Auch darüber solle bis zum Sommer entschieden werden.

Das letzte Wort werden dabei die Ratsmitglieder haben. Die kommen vor der Sommerpause im Juni ein letztes Mal zusammen. „Bis dahin wollen wir einen fertigen Satzungsbeschluss haben“, so Ahmann. Bei dem wird es dann nicht nur um die Zahl der Investoren gehen, sondern auch darum, welche Art von Wohnbau dort stattfinden soll. „Der Bedarf an bezahlbarem, also gefördertem Wohnraum in Ascheberg ist groß, das ist uns wohl bewusst“, kommt die Fachgruppenleiterin in diesem Zusammenhang auf ein Thema zu sprechen, das auch in den politischen Gremien immer wieder diskutiert wird. Diesen wichtigen Aspekt wolle man ganz sicher nicht außen vor lassen, verspricht Ahmann und bringt dafür noch ein weiteres Areal ins Spiel: „Die Gemeinde verfügt zusätzlich zu den fünf Grundstücken im Breilbusch noch über drei weitere Flächen im äußeren Bereich des Windmühlenwegs, die ebenfalls für eine solche Bebauung in Frage kommen.“

5000 Quadrater für Mehrfamilienhäuser

Nimmt man beide genannten Areale zusammen, könnten so Baugrundstücke von insgesamt annähernd 5000 Quadratmetern zielgerichtet Investoren für den Bau von Mehrfamilienhäusern angeboten werden.

Für den privaten Häuslebauer, der im Breilbusch nicht zum Zug gekommen ist, ruhen dagegen die Hoffnungen auf dem – allerdings eher überschaubaren – Baugebiet „Bahnhofsgärten“, für dessen rund 20 Baugrundstücke man sich bereits bewerben kann. „Bis zur Vergabe wird es aber sicher noch bis in den Spätherbst dauern“, informiert Ahmann. Zwischen Bahndamm und der Straße Breil sollen ausschließlich Einfamilienhäuser und Doppelhaushälften entstehen. Allerdings müssen sich die künftigen Bauherren auf eine Besonderheit einstellen, mal abgesehen vom recht nahen Zugverkehr. „Durch die Hanglage entlang des Bahndamms wird die ausreichende Entwässerung der Grundstücke ein besondere Herausforderung werden“, betont Ahmann.

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