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Unternehmerfrühstück bei Car Service Schröer

Wie gelingt der Generationswechsel?

Ascheberg

Nicht immer einer Meinung, aber immer ein gemeinsames Ziel – Michael und Josef Schröer erzählten beim Unternehmerfrühstück, wie bei ihnen der Generationswechsel im Unternehmen klappt.

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Beim 16. Unternehmerfrühstück Ascheberg überreichte Bürgermeister Thomas Stohldreier einen Präsentkorb an den Gastgeber Michael Schröer. Foto: ben

Wie ein gelungener Generationswechsel in einem Familienunternehmen aussehen kann – das war Thema des Ascheberger Unternehmerfrühstücks, das nach zwei Jahren Zwangspause erstmals wieder stattfinden konnte. Den Veranstaltungsort hatte die Verwaltung passend gewählt: Mit dem Vater-Sohn-Gespann Josef und Michael Schröer vom Car Service Schröer konnten zwei Vertreter eines Ascheberger Familienunternehmens aus erster Hand berichten, wie sie das Thema erfolgreich angegangen sind.

Zunächst aber begrüßte Bürgermeister Thomas Stohldreier die Vertreter der lokalen Wirtschaft in der neuen Werkshalle des KFZ-Betriebs. „Es freut mich, dass so viele zum Neustart gekommen sind.“ Die Pandemie sei für die Unternehmer eine große Herausforderung gewesen. „Aber zum Glück sind die meisten da gut durchgekommen“, unterstrich das Gemeindeoberhaupt. Im Gegenteil: Ascheberg verzeichne aktuell rekordverdächtige Gewerbesteuereinnahmen. Gleichzeitig rief Stohldreier die Anwesenden dazu auf, sich ebenso engagiert den Herausforderungen durch die Folgen des Ukraine-Kriegs zu stellen. „Die Flüchtlinge, die zu uns kommen, werden wahrscheinlich lange bleiben.“ Ihre bestmögliche Integration sei eine Chance für die lokale Wirtschaft. „Und dass Ascheberger Unternehmer wissen, wie Integration funktioniert, das haben sie schon in der Vergangenheit bewiesen.“

Bürgermeister Thomas Stohldreier

Als Gastredner gab der Prokurist der Wirtschaftsförderung Kreis Coesfeld, Thomas Brühmann, Tipps für Unternehmer, die sich in den nächsten Jahren auf die Suche nach einem Nachfolger machen. Eine Suche, die beim Gastgeber familienintern gelöst wurde. Zunächst im Unternehmen seines Vaters angestellt, teilen sich die beide seit Anfang 2019 die Geschäftsleitung. Die Idee dazu und die Umsetzung habe durchaus Jahre gebraucht. „Aber es hat sich gelohnt“, so Schröer Junior. Und mit einem Seitenhieb in Richtung des amüsierten Vater: „Natürlich sind wir nicht immer einer Meinung. Aber meine Ideen werden jetzt anders wertgeschätzt.“ Ein Moment, der klar erkennen ließ: Da ziehen zwei nicht nur unternehmerisch an einem Strang.

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