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Bezirksbeamte haben Traumjob gefunden

„Wir sind hier verwurzelt“

Ascheberg

Die neuen Bezirksbeamten Carsten Elsner und Martin Betker haben in Ascheberg ihren Traumjob gefunden. Sie wohnen vor Ort und sind in der Gemeinde auch privat verwurzelt. Besonders am Herzen liegen ihnen die Bürgernähe und die Sicherheit der Kinder.

Von Tina Nitsche

Die beiden neuen „Dorfsheriffs“ Martin „Moddy“ Betker (l.) und Carsten „Else“ Elsner sind angekommen im Ascheberger Dienstalltag. Auch ihr Büro haben die beiden individuell gestaltet. Foto: Tina Nitsche

Lauter Polizeimützen zieren die Wände. Von wegen kahle Amtsstube. Nein, die beiden neuen Bezirksbeamten haben Hand angelegt. „Ich habe immer gesagt, wenn ich irgendwann einmal ein eigenes Büro habe, dann finden all diese Mützen dort einen Platz“, sagt Martin „Moddy“ Betker und lässt seinen Blick zu einem besonderen Exemplar schweifen, einem original Bobbyhelm aus London.

All die polizeilichen Kopfbedeckungen hat er im Laufe vieler Jahre von allen möglichen Urlaubsorten zusammengetragen. „Da habe ich jeweils einen Besuch auf den dortigen Polizeistationen gemacht.“ So werden die Wände des Ascheberger Polizeiposten nun von Uniformmützen aus Spanien, New York, London und vielen weiteren Ländern geziert. „Schön, oder?“ sagt Carsten „Else“ Elsner und lässt sich am Schreibtisch gegenüber seines Kollegen nieder.

Freie Wochenenden waren früher rar

Beide fühlen sich sichtlich wohl. Knapp 100 Tage sind sie nun im Amt. Und? „Wir sind hier angekommen, das steht fest“, bekräftigt das Duo und Martin Betker verrät sogleich: „Dieser Job hier in Ascheberg, das war unser absoluter Traum.“ Beide haben vorher jahrelang Wach- und Wechseldienst geschoben, zuletzt gemeinsam in Lüdinghausen. Und eben dieser brachte es mit sich, dass freie Wochenende eher rar waren und „unsere Kids uns eigentlich immer nur im Schichtdienst kannten.“

Martin Betker hat nach dem Abi seinen Traumberuf ergriffen, war zunächst in der Hundertschaft Bochum/Köln, später dann in Witten. Carsten Elsner ist bevor er Polizist wurde zwölf Jahre bei der Zeche gewesen. „Doch die hat dann geschlossen“, sagt er.

Nun jedoch sind sie dort gelandet, wo sie auch zu Hause sind: in Ascheberg. Hier können sie das leben, was beruflich ihre Hauptaufgabe ist: Bürgernähe. „Da kommt es uns natürlich zu Gute, dass wir hier verwurzelt sind und man uns kennt“, so Carsten Elsner. Zwar sind sie, wie sie sagen nicht „24/7“ im Einsatz, „aber es wäre nie ein Problem, uns auch außerhalb der Dienstzeiten anzusprechen. Schließlich sind wir erster Ansprechpartner für die Bürger, denn dafür ist ein Dorfsheriff da“, machen beide deutlich, dass der Dorfsheriff das Bindeglied zwischen Polizei und Bürger ist.

Positives Feedback der Bürger

Die beiden Bezirksbeamten freuen sich über positives Feedback der Bürger, aber auch aus dem Rathaus. Das liegt wohl daran, dass sie aktiv in den Arbeitsalltag eintauchen und Präsenz zeigen. Besonders viel Freude macht ihnen die Arbeit an den Kindergärten und Schulen. Carsten Elsner ist meistens in Herbern und Davensberg unterwegs, Martin Betker in Ascheberg. Die Verkehrserziehung ist eine der Hauptaufgaben der beiden, die 2023 noch intensiviert wird. „Neuland betreten wir damit nicht, schließlich sind wir beide Väter“, erklärt Martin Betker schmunzelnd. Sie lieben vor allem die Bürgernähe. „Das hatten wir vorher so nicht“. Dennoch entlasten sie auch die früheren Kollegen, wenn Bedarf besteht.

Ihr Berufsalltag hat sich zum Positiven geändert. „Man hat jetzt mehr Lebensqualität und kann auch mal Freizeit planen“, freuen sich beide und geben zu, dass das durchaus für sie ungewohnt ist. Am Ende eines langen Berufsweges sind beide angekommen, wo sie hin wollten: „An unserem Traumstandort in Ascheberg.“

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