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Profilschule Ascheberg bereitet Rückkehr der Schüler vor

Zehner kommen nach Ascheberg

Ascheberg

Die Lehrer sind schon da. Die Zehntklässler kehren am Donnerstag in die Profilschule zurück. Und das zu ermöglichen ist aktuell die Aufgabe der Lehrer.

Theo Heitbaum

Schulleiter Jens Dunkel arbeitet mit dem Kollegium an der Rückkehr der Zehner, die in Ascheberg unterrichtet werden. Foto: hbm

Die Lehrer sind schon da. Die Zehntklässler kehren am Donnerstag in die Profilschule zurück. Hört sich wie selbstverständlich an, ist es in Corona-Zeiten aber nicht. Das Kollegium sitzt zusammen, um einerseits das Zusammenkommen von 99 Abschlussschülern nach den nötigen Hygienestandards zu ermöglichen. Andererseits muss auch der Unterricht mit den Abschlussprüfungen organisiert werden. „Wir fahren auf Sicht“, sagt Schulleiter Jens Dunkel zu dem Prozedere, das Maßnahmen aus dem Moment heraus entstehen lässt. Die Eltern werden per E-Mail auf dem Laufenden gehalten. Dass sie inzwischen zum siebten Mal elektronische Post erhalten haben, zeigt die ganze Dynamik des Prozesses.

Klar ist: Die Abschlussschüler kehren nicht in ihre Herberner Klassen zurück. Sie werden in Ascheberg unterrichtet. Dort wird nicht eine Klasse in einem Raum sein, vielmehr werden Klassen auf zwei Räume verteilt. Dunkel rechnet vor: Zwei Klassen gehen ins Gebäude eins, wo sie vier Räume benötigen, zwei Klassen gehen ins Gebäude zwei und nutzen dort ebenfalls vier Räume. Für den Toilettengang werden „Einbahnstraßen“ eingerichtet, für die Pausen Regeln entworfen. Der Bustransfer nach Ascheberg ist gesichert.

Die Jugendlichen werden auf acht Räume verteilt, sodass mehr Lehrer als in normalen Zeiten nötig sind. „Die Schüler werden nicht alle Mathe bei dem Lehrer haben, der vorher unterrichtet hat“, informiert Dunkel. Einige Lehrkräfte würden zudem ausscheiden: „Im Präsenzunterricht dürfen Kollegen über 60 Jahre, Schwangere und Angehörige von Risikogruppen nicht eingesetzt werden. Sie sind beim digitalen Lernen aktiv.“

In ihren E- und G-Kursen werden die Jugendlichen auf ihre Abschlussprüfungen vorbereitet. Die Klausuren werden dieses Mal nicht zentral vorgegeben, sondern von der Schule selbst erarbeitet. „Die Jugendlichen sind durch die gesamte Situation schon gebeutelt. Wir wollen ihnen wenigstens die Chance auf einen guten Abschluss bieten“, beschreibt Dunkel das erste Anliegen der Schule. Wie lange gelernt und wann geprüft wird, lässt Dunkel offen. Sicher ist aktuell nur, dass für die Zehner der 10. Juni letzter Schultag ist.

Gestrichen hat die Profilschule bereits das geplante Schulfest. Ausfallen müssen das Herausforderungsprojekt und Klassenfahrten. „Alles, was die Gemeinschaft zusammenbringt“, bedauert Dunkel den Einsatz des Rotstiftes.

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