Beim Bau des Herberner Feuerwehrgerätehauses fordert die UWG

Zu zahlenden Preis der Natur ermitteln

Herbern

An der Lindenstraße in Herbern soll das neue Feuerwehrgerätehaus Herberns entstehen. Diese Planung findet grundsätzlich die Zustimmung der UWG, aber die Unabhängigen haben Forderungen.

wn

An der Lindenstraße in Herbern soll das neue Feuerwehrgerätehaus Herberns entstehen. Diese Planung findet grundsätzlich die Zustimmung der UWG, aber die Unabhängigen fordern, dass vor diesem dringend erforderlichen Neubau sorgfältig geschaut werden soll, welchen nicht in Geld zu messenden Preis die Natur, und letztlich der Mensch, dafür wird zahlen müssen. Im Zuge der Planungen wurde der Baubereich nicht kartiert, sondern es erfolgte lediglich eine artenschutzrechtliche Bewertung anhand einer Potenzialabschätzung. UWG-Kandidatin Sonja Schober hat einige Stunden auf diesem Gebiet verbracht, um selbst zu erleben, welche Tier- und Pflanzenwelt hier zu sehen ist. Unterstützt wurde sie dabei von Mitgliedern des Lüner Vereins Arbeitskreis Umwelt und Heimat, der seit den 80er Jahren in Herbern Kartierungen vornimmt und sich hier auf die Erfassung von Schleiereulen, Steinkäuzen und Turmfalken spezialisiert hat. Die UWG fordert für diese Fläche eine transparente und sorgfältige Kartierung, bevor Baugenehmigungen ausgesprochen werden. „Durch eine fundierte Kenntnis der Tier- und Pflanzenwelt hier auf dem Gelände kann im Ausschuss eine sachgerechte, nachhaltig tragfähige Entscheidung getroffen werden. Man muss wissen, was man verliert und gewinnt, wenn man einer weiteren Flächenversiegelung zustimmt“, betont Schober. „Und es ist wichtig, der Natur Angebote zu machen wie zum Beispiel eine Dachbegrünung, ein Nistplatzangebot, Insekten- oder Fledermauskästen.“ In Kürze erhält die UWG vom Lüner Verein noch Unterstützung dabei zu erkennen, welche Fledermausarten sich genau auf dem Gelände an der Lindenallee tummeln.

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