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Deutsche Glasfaser

Zweiter Glasfaser-Interessent

Ascheberg

Kaum ist die BBV einen Schritt zurückgetreten, meldet sich mit der Deutschen Glasfaser ein zweiter Interessent, der das Glasfasernetz in Ascheberg bauen will.

Theo Heitbaum

Glasfaser für die Gemeinde Ascheberg: Neben einem „namhaften Anbieter“, den Ascheberg und Nordkirchen in der Hinterhand haben, meldet nun auch die Deutsche Glasfaser Interesse an. Foto: gap

Kaum ist die Glasfaser-Allianz der Gemeinde Ascheberg und Nordkirchen mit der BBV Münsterland zerbrochen, meldete am Montagnachmittag die Deutsche Glasfaser in einer Pressemitteilung Interesse an einem Netzausbau in den beiden Gemeinden an. „Zuerst hatten wir einen Partner, der es nicht hinbekommen hat, jetzt gibt es plötzlich zwei Interessenten“, erklärt Aschebergs Bürgermeister Dr. Bert Risthaus, dass es sich bei der Deutschen Glasfaser nicht um den „namhaften Anbieter“ handelt, von dem die Gemeinden in ihrer Mitteilung vom Freitag gesprochen hatten. Vorher hatte die Deutsche Glasfaser ihr Interesse kurzfristig in Nordkirchen hinterlegt. Nach dem Feiertag soll es Gespräche mit dem neuen Interessenten geben.

Bürgermeister Dr. Bert Risthaus macht deutlich, welche Dinge für ihn wichtig sind: „Wir möchten wissen, ob eine neue Nachfragebündelung nötig ist oder wir an die bisherigen Verträge anschließen können.“ Das zweite wichtige Themenfeld seien die Ausbaupolygone: „Werden die Gebiete ausgebaut, wie sie von der BBV vorgezeichnet waren, oder bleiben Gebiete außen vor?“ Und dann interessiere sich die Gemeinde natürlich für die Tarife, die im Angebot-Portfolio seien. Dass der Markt unversehens Optionen biete, möchte die Gemeinde im Sinne der Bürger nutzen.

In der Mitteilung der Deutschen Glasfaser heißt es: „Mit der öffentlichen Bekanntgabe der endgültigen Absage der BBV am vergangenen Freitag meldet die Unternehmensgruppe Deutsche Glasfaser ihre Bereitschaft, die Region in ihrer Planung für den zukunftsfähigen Breitbandausbau zu unterstützen.“ „Wir haben für unsere diesjährige Clusterplanung der Region Münsterland eine zusätzliche Investition in Höhe von rund 6,5 Millionen privaten Kapitals konkret für den eigenwirtschaftlichen Ausbau der unterversorgten Gemeinden Ascheberg und Nordkirchen bereit gestellt,“ gibt Geschäftsführer Bert Meijerink bekannt: „Die Entscheidung für die Lenkung von Kapital und Baukapazität in diese Gebiete erfolgt abhängig von der definitiven Bekanntgabe der Beendigung der örtlichen Kooperation mit der BBV Münsterland, die wir abwartend zu respektieren hatten. Unser Regionalmanagement hat die Entwicklung der vergangenen Wochen genau beobachtet, die Potenziale vorbereitend analysiert und beurteilt die Faktoren und Chancen insgesamt positiv für den Anschluss von rund 6000 Haushalten und Unternehmen durch moderne Netze der Deutschen Glasfaser an die Datenautobahn der Zukunft.“ Das Unternehmen sehe Möglichkeiten, bestehende Verträge aus der bisherigen Kampagne möglicherweise zu übernehmen und den Bürgern einen unkomplizierten und attraktiven Wechsel zu ermöglichen. Die Übernahme im Rahmen gescheiterter Projekte anderer Akteure sei Deutsche Glasfaser bereits in vergleichbaren Regionen gelungen. „Wir können die Versorgung der Bürger in den Gemeinden Ascheberg und Nordkirchen in unsere Ausbauaktivitäten in der Region Münsterland sofort einbinden und mit der Unterstützung der Gemeinden die Umsetzung zügig ermöglichen“, so Geschäftsführer Bert Meijerink.

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