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Profilschul-Campus in Ascheberg

Zweites Vergabeverfahren kostet Zeit

Ascheberg

Mitte 2022 soll mit dem Bau des dritten Gebäudes auf dem Profilschul-Campus in Ascheberg begonnen werden. Schneller wird es nach heutigem Stand nichts werden.

Theo Heitbaum

So sieht Haus drei vom früheren Realschulhof in Richtung Nordkirchener Straße aus. Foto: Gemeinde/Lohse und Partner

Die Gemeinde Ascheberg will die Profilschule am Standort Ascheberg zusammenführen. Der planerische Auftrag wurde nach einem aufwendigen Vergabeverfahren im Juni 2020 an das Architekturbüro Lindner Lohse vergeben. Neben dem Umbau bisheriger Räume ist der Bau eines dritten Hauses wichtigster Baustein des neu entstehenden Profilschul-Campus. Es wird im Bereich des Schulhofes/Bolzplatz aus dem Boden wachsen. Inzwischen verfestigt sich die Prognose der Verwaltung aus dem vergangenen Jahr, dass die Bauarbeiten im Jahr 2022 beginnen werden. Vom Sommer des nächsten Jahres war die Rede als die Architektenauswahl beendet wurde. Deswegen startet auch die neue Kita „Pfützenhüpfer“ in den Pavillons an der Profilschule. Sie müssen erst weichen, wenn es mit den Bauarbeiten los geht.

Obwohl nach außen hin wenig geschieht, wird intensiv am Umsetzen der Pläne gearbeitet. Am Weitesten ist die Gemeinde bei der Tragwerksplanung. „Dort können wir die Planung beauftragen“, informiert Fachbereichsleiter Klaus van Roje. Als Bremse entpuppt sich die Vergabe der Teilgewerke Ausstattung. Das Auftragsvolumen für Neu- und Umbau ist so hoch, dass ein besonderes Vergabeverfahren angewendet werden muss. Nach europäischem Recht muss es beim Überschreiten eines Schwellenwertes angewendet werden. Die Gemeinde Ascheberg hat das Prozedere schon bei der Architektenauswahl für die Profilschule und die Platzgestaltung im Dort eingesetzt. Jetzt gibt es das nächste VGV-Verfahren. Drei einzelne Teilgewerke, die zum Gesamtpaket gehören, werden gerade ausführlich vorbereitet. Nach der Ausschreibung wird das Verfahren etwa ein halbes Jahr dauern. „Beim nächsten Mal werden wir die VGV-Verfahren in einem Rutsch erledigen“, sieht van Roje aus den aktuellen Erfahrungen – es sind die ersten VGV-Verfahren, die in Ascheberg notwendig geworden sind – für künftige Projekte Zeitsparpotenzial.

Das dritte Haus wird neben dem Lehrerzimmer und der Verwaltung ein Forum sowie Räume für Naturwissenschaften und Musik bereithalten. Es wird der neue Mittelpunkt der Schule. Geplant ist eine extensive Dachbegrünung. Die Fassade soll ein zweischaliges Ziegelverblendmauerwerk sein. Eine Stahlbeton-Massivkonstruktion wird mit einer mineralischen Wärmedämmung und einer vorgehängten Klinkerfassade überzogen.

Der Platz, den die Verwaltung im früheren Realschulgebäude frei macht, wird zu einem Selbstlernzentrum umgebaut. Neben der dortigen Aula ist ein Theaterbereich in den Plänen vorgesehen.

Vom Ablauf der Arbeiten in Ascheberg wird auch das weitere Vorgehen in Herbern abhängen. Lindner Lohse kalkulieren mit einer Neubauzeit von anderthalb Jahren. Das läuft dann auf Ende 2023 hinaus. Damit dürfte ein Zusammenführen der Schule in Ascheberg frühestens 2024 erfolgen.

Angedacht ist in Herbern, dass die Mariengrundschule über die Straße in die dann freie frühere Theodor-Fontane-Schule umzieht. Zudem gibt es Stimmen zu überlegen, ob in der aktuellen Grundschule nach dem Auszug der Schüler eine Kita untergebracht werden kann.

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