Familie Nawarra verschenkt Nistkästen

100 bunte Häuschen für Meisen

Havixbeck

Meisen sollen auf natürliche Weise dazu beitragen, das Auftreten des Eichenprozessionsspinners einzudämmen. Um dieses Vorhaben weiter voranzubringen, schenkte die Familie Nawarra der Gemeinde Havixbeck 100 Nistkästen.

Diese farbenfrohen Nistkästen wurden der Gemeinde Havixbeck von der Familie Nawarra zur Verfügung gestellt. Bürgermeister Jörn Möltgen (r.) und Bauhofleiter Christian Halsbenning (l.) bedankten sich bei Jouline Nawarra dafür. Foto: Ansgar Kreuz

100 farbenfrohe Nistkästen verschenkte die Familie Nawarra an die Gemeinde Havixbeck. Ihr Zuhause finden sollen darin in Zukunft Meisen, um zu brüten und ihre Jungen großzuziehen.

Bekämpfung des Eichenprozessionsspinners

Bevorzugt aufgehängt werden sollen die Nistkästen an Eichen oder in deren Nähe, denn die Raupen des Eichenprozessionsspinners stehen ganz oben auf dem Speiseplan der Meisen. Mit Unterstützung der Vögel sollen die Plagegeister, die wegen ihrer Brennhaare für Menschen gefährlich werden können und in den zurückliegenden Sommern vermehrt für Probleme sorgten, auf natürliche Weise eingedämmt werden.

Ein Fernsehbeitrag über den Eichenprozessionsspinner und dessen natürliche Feinde brachte Jouline Nawarra und ihre Eltern auf die Idee, der Gemeinde Nistkästen zur Verfügung zu stellen. Schnell war in Greven eine Familie gefunden, die sich auf den Bau der hölzernen Vogelbehausungen spezialisiert hat. Nun wurden die 100 Nistkästen geliefert und an Bürgermeister Jörn Möltgen und die Mitarbeiter des Bauhofs übergeben.

Der Bürgermeister bedankte sich mit einem Blumenstrauß bei Jouline Nawarra für die Nistkästen. Diese private Initiative freue ihn in zweierlei Hinsicht besonders, so Jörn Möltgen. Sie trage zunächst zur Bekämpfung des Eichenprozessionsspinners bei, schaffe aber zudem mehr Naturverbundenheit. Möglicherweise sei es für das Brutgeschäft in diesem Jahr bereits etwas zu spät, in jedem Fall könnten sich die Meisen aber schon eine Behausung für das kommende Jahr aussuchen, fanden alle Beteiligten.

Nistkästen für private Gärten

Einen Teil der Nistkästen werden Mitarbeiter des Bauhofs in Kürze an gemeindeeigenen Bäumen aufhängen. Weitere Exemplare werden an Bürgerinnen und Bürger weitergereicht, damit sie diese in ihren Gärten aufhängen können. Wo und wann sich Interessierte einen der Nistkästen abholen können, will der Bürgermeister noch bekannt geben.

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