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Unterkünfte

221 Flüchtlinge leben in Havixbeck

Havixbeck

In dieser Woche werden die ersten Flüchtlinge in die neu erstellten Holzhäuser am Sportzentrum einziehen. Dort können 24 Personen untergebracht werden.

Klaus de Carne

Die ersten Bewohner haben die neuen Holzhäuser bezogen. Der 23-jährige Khonzaman aus Afghanistan ist froh, hier ein Dach über dem Kopf zu haben. Foto: Klaus de Carné

Derzeit leben 221 Flüchtlinge in den Unterkünften der Gemeinde Havixbeck. „Die letzte Zuweisung erfolgte am 18. Februar“, berichtete Fachbereichsleiterin Monika Böse im Sozialausschuss. Die Menschen sind an 15 verschiedenen Standorten dezentral im Ort untergebracht. Ob und wann weitere Personen nach Havixbeck kommen, kann schlecht abgeschätzt werden.

31 Flüchtlingsfamilien von zwei bis zu neun Personen leben in den verschiedenen Wohnungen. Dabei erwarten fünf Familien ein Kind. Über die Geburt eines Kindes freute sich ein Ehepaar. Eine andere Familie musste ein schweres Schicksal hinnehmen, ihr Kind erlitt den plötzlichen Kindstod, berichtete Monika Böse. Dies machte die Anwesenden im Ausschuss sehr betroffen, auch, weil der Alltag bei den Menschen aus den unterschiedlichen Kulturen sehr hart sein kann.

18 Kinder aus Familien, die seit Sommer 2015 zugewiesen wurden, besuchen eine Kita – verteilt auf sieben Einrichtungen. 16 Jungen und Mädchen aus Familien, die seit Sommer 2015 zugewiesen wurden, besuchen die Gesamtschule, elf Kinder gehen in die Grundschule und drei Jugendliche besuchen das Piktorius-Berufskolleg in Coesfeld.

25 Havixbecker Bürger haben inzwischen eine Patenschaft übernommen. Teilweise werden im Team zu zweit einzelne Männer-WGs, Familien sowie auch einzelne Flüchtlinge betreut. „Diese Arbeit erweist sich als sehr effektiv und hilfreich für die Flüchtlinge“, sagte Monika Böse.

Im Stift Tilbeck hat ein vierstündiger interkultureller Workshop stattgefunden, an dem Vertreter des Stiftes und der Gemeindeverwaltung teilgenommen haben, um die besondere Situation im Stift zu erörtern. Im Konvent der Ordensschwestern sowie im Wohngebäude Hildegard sollen Flüchtlinge untergebracht werden. Die Baugenehmigung des Kreises sei noch nicht angekommen. Das Appartement bei den Schwestern sei so gut wie fertig.

Um die deutsche Sprache zu erlernen bietet die Gemeinde in Zusammenarbeit mit der VHS vier Kurse an. Zusätzlich werden drei ehrenamtlich geleitete Einsteigerkurse angeboten.

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