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Arbeit des Seniorenbeirats der Gemeinde nimmt Fahrt auf

Ansprechpartner für die Belange der Älteren

Havixbeck

Von der Existenz eines Seniorenbeirats in Havixbeck wissen die Wenigsten. Doch das soll sich ändern. Das Gremium, das in mehreren Ausschüssen in beratender Funktion mit tagt, will die Interessen der älteren Mitbürger und derer mit Einschränkungen nun stärker in in die politischen Entscheidungsprozesse einbringen. Einen ersten Antrag zum Kopfsteinpflaster unter anderem an der Schulstraße gibt es schon.

Von Henning Tillmann

Der Vorstand des Seniorenbeirats – Vorsitzender Johann-Markus Hans und seine Stellvertreter Friedhelm Schüssler und Christian Becker (v.l.) – will sich in die politische Arbeit stürzen. Foto: Henning Tillmann

Hochbetagt sehen die drei Herren vom Seniorenbeirat, die da zusammen in die Redaktion gekommen sind, nun wirklich nicht aus. „Wir haben uns eigentlich auch noch nicht so gefühlt, als wären wir mit ,Senioren‘ gemeint“, sagt Johann-Markus Hans schmunzelnd. „Aber klar, wir sind schon über 60.“

Hans ist der Vorsitzende des Seniorenbeirats der Gemeinde. Seine beiden Mitstreiter, Friedhelm Schüssler und Christian Becker, sind seine Stellvertreter. Gemeinsam wollen sie sich um die Interessen der älteren und älter werdenden Menschen kümmern. Denn das ist ihr Auftrag als Seniorenbeirat.

Existenz des Seniorenbeirats ist vielen unbekannt

„Die meisten wissen gar nicht, dass es uns gibt“, sagt Hans. Doch das soll sich ändern. Denn nach einer Findungsphase nach der Kommunalwahl 2020 will die Gruppe nun ihre Arbeit richtig voranbringen und vor allem auch bekannter machen. Das insgesamt siebenköpfige Gremium sieht sich dabei als Vermittler und Ansprechpartner, aber keinesfalls als Konkurrenz zu schon bestehenden Gruppen und Vereinen, die sich um die Belange der höheren Semester kümmern.

Perspektive der älteren Mitbürger soll in Entscheidungen einfließen

Erst recht wolle man nicht parteipolitisch in Erscheinung treten. „Wir sind absolut neutral“, sagt Hans, und seine Stellvertreter Schüssler und Becker pflichten ihm da voll und ganz bei. Von wem beispielsweise im Rat ein Antrag komme, sei ihnen völlig egal. Hauptsache, die Perspektive der älteren Mitbürger sowie derer mit Einschränkungen finden Eingang in den politischen Entscheidungsprozess.

Dafür will der Seniorenbeirat auch selbst sorgen. Er hat in den Ausschüssen, in denen er vertreten ist, zwar kein Entscheidungs-, wohl aber ein Antrags- und Mitspracherecht. Genau das will das Trio künftig stärker nutzen und hat dafür die Ausschussarbeit unter sich aufgeteilt: Friedhelm Schüssler, der vor nicht allzu langer Zeit zum ersten Mal Großvater geworden ist, will sich verstärkt um das Thema Spielplatzgestaltung kümmern. Denn das betreffe eben nicht nur Eltern und ihre Kinder, sondern auch die Großeltern, die ja ebenfalls oft mit ihren Enkeln unterwegs sind. Christian Becker wiederum schließt sich dem Arbeitskreis Sandsteinmuseum an, und Johann-Markus Hans will im Arbeitskreis Mobilitätskonzept der Gemeinde mitwirken. Für den hat er auch schon einen Antrag geschrieben, in dem es um die Kopfsteinpflasterung in der Fußgängerzone geht. In deren mittleren Bereich ist der Kopfsteinbelag bekanntlich schon ausgetauscht, was sich für in der Mobilität eingeschränkte Menschen auch bewährt habe, wie Hans sagt. Allerdings gebe es weiterhin Probleme, diesen Bereich mit einem Rollator, Rollstuhl oder auch Kinderwagen überhaupt zu erreichen. Denn entlang des Gehwegs in der Schulstraße sowie auf einem Teilabschnitt in der Hauptstraße gebe es weiterhin keinen glatten Belag. „Mehrfach konnte ich selbst beobachten, wie deshalb Menschen, die sowieso schon in ihrer Beweglichkeit eingeschränkt sind, mit ihren Hilfsmitteln auf die Fahrbahn ausweichen und dabei zum Teil noch an parkenden Autos vorbei mitten über die Fahrbahn gehen mussten“, so Hans, der deshalb die Thematik gerne im Gemeinderat sehen würde.

Antrag: Rat soll sich mit Kopfsteinpflaster befassen

Die Mitglieder des Seniorenbeirats sind per Mail an gemeinde@havixbeck.de zu erreichen. Ausdrücklich ist auch die Mitarbeit von Interessierten in den Sitzungen erwünscht. Die nächste findet am 15. November um 16.30 Uhr im Ratssaal statt.

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