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Kolpingsfamilie feiert ihr Stiftungsfest

Auftakt unter freiem Himmel

Havixbeck

Der Auftakt ist geglückt. Teil eins des Stiftungsfestes der Kolpingsfamilie ist am Donnerstagabend über die Bühne gegangen. Der Gottesdienst und die anschließende Feierstunde konnten sogar wie geplant unter freiem Himmel stattfinden. Am Samstag werden beim zweiten Teil ein neues Königs- und Kaiserpaar gesucht.

Von und

Pfarrer Marc Heilenkötter zelebrierte die heilige Messe, die den Auftakt des 101. Stiftungsfestes der Kolpingsfamilie bildete, am Donnerstagabend auf der Vogelwiese am Stopfer. Foto: Kolpingsfamilie Havixbeck

Ein paar Mal kurz vor dem Abend wird der Blick wahrscheinlich gen Himmel gerichtet gewesen sein. Hält das Wetter oder regnet es doch noch? Für die Kolpingsfamilie war das am Donnerstag durchaus von Bedeutung. Denn daran hing, ob der Gottesdienst wie geplant auf der Vogelwiese am Stopfer stattfindet oder ob es kurzfristig in die Dionysius-Kirche geht.

Man sieht es schon an den Fotos: Die Kolpingbrüder und -schwestern hatten Glück. Der Auftakt zum tatsächlich schon 101. Stiftungsfest konnte also tatsächlich unter freiem Himmel über die Bühne gehen.

Die heilige Messe, zelebriert von Pfarrer Marc Heilenkötter und begleitet vom Havixbecker Blasorchester, stand unter dem Kolping-Zitat „Die Gnade hängt zwar am Worte, aber wirkt erst durch die Tat“. Mit diesen Worten beschrieb der Pfarrer das unermüdliche Wirken des Sozialreformers Kolping für ein wertes gesellschaftliches Leben der Handwerksgesellen im aufstrebenden Industriezeitalter.

Langjährige Mitglieder geehrt

Zur anschließenden Feierstunde begrüßte das Leitungsteam aus Andrea Rump und Andreas Janning freudestrahlend die sehr zahlreichen Kolpingmitglieder. Von denen wurden einige für ihre langjährige Treue ausgezeichnet. So ist Franz Janning schon seit 65 Jahren dabei. Auf 40 Jahre blicken Ingrid Adler, Hildegard Dertenkötter, und Ulrich Veelker zurück. 25 Jahre gehören Barbara und Klaus Gottschling, Fränzi und Willi Könnemann, Irene und Berthold Lenter, Mario Osewold, Hugo Riemann, Maria und Hubert Sasse, Mechtild und Werner Sblowski sowie Hermann-Josef Wöstmann der Kolpingfamilie an. Für sie alle gab es Urkunden mit dem Kolpingzitat „Anfangen ist oft das Schwierigste, aber treu bleiben das Beste“ sowie kleine Präsente und zuvor gesegnete Ehrennadeln.

Das Vorstandsteam Andrea Rump (l.) und Andreas Janning (r.) ehrte die langjährigen Mitglieder für ihre Treue zur Kolpingsfamilie. Foto: Kolpingsfamilie Havixbeck

Für den Festvortrag war Friedhelm Brockhausen angekündigt. Sein Thema: „Die Entwicklung Havixbecks in der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts“. Sein umfangreiches und fundiertes Wissen zur Ortsgeschichte, spannend geschildert und gespickt mit witzigen Anekdoten versetzte die aufmerksamen Zuhörer immer wieder ins Staunen. Historisches Bildmaterial auf einer Videoleinwand vermittelte ein Bild aus vergangenen Tagen und lies die wechselvolle Geschichte Havixbecks wieder aufleben.

Friedhelm Brockhausen hält Vortrag über Ortsgeschichte

Brockhausen verstand es, unterhaltsam die politische, wirtschaftliche, gesellschaftliche und kulturelle Entwicklung des Ortes Revue passieren zu lassen: von der preußischen Vorherrschaft, über die Fertigstellung der Bahnlinie im Jahr 1907 über die grausamen Spuren der Kriege bis hin in die „jüngeren“ Jahrzehnte. Er schilderte dabei die Anfänge des heutigen Freibads aus einem von Hand ausgeschachteten Löschteich (1958) ebenso wie die Schulentwicklung bis zur Ortskernsanierung 1972, der Havixbeck einen guten Teil des heutigen Aussehens verdankt. Auch die Geschichte der Orchester, die heute weit über die Landesgrenzen hinweg enormes Ansehen genießen, fehlte nicht. Für seinen eindrucksvollen Rückblick in die Havixbecker Ortsgeschichte erntete der Vorsitzende des Heimatvereins viel Applaus. Mit dem Kolpinglied fand die Feierstunde in sommerlicher Abendstunde einen harmonischen Ausklang.

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